Bezirks- und Gemeindesuche
In Steiermark beruhigte sich Schneesituation
In der Steiermark hat sich die Wettersituation beruhigt. Zwar war es am Donnerstag in weiten Landesteilen immer noch winterlich kalt zwischen null Grad im Oberland und stellenweise neun Grad im Süden, aber der seit Wochenbeginn starke Wind ließ zusehends nach.

Foto © Barbara Schön Tief winterlich ist Trofaiach
Gesperrt ist der Sölkpass zwischen Mur- und Ennstal. Die 1.788 Meter hohe Passhöhe wird bis zum Frühjahr wohl nicht mehr für den Verkehr geöffnet: Am Donnerstag schneite es dort laut ÖAMTC heftig. Auf einigen obersteirischen Bergstraßen herrschte für Lkw Kettenpflicht. Schneeketten für Lkw waren unter anderem auf der Mariazeller Straße (B20) zwischen Kapfenberg und Mariazell am Seebergsattel wegen Schneeglätte erforderlich. Selbiges galt auch für die Lahnsattel-Straße (B23) zwischen Terz und Mürzsteg, der Landesgrenze von Steiermark und Niederösterreich, die Stollinggraben-Landesstraße (L123) von St. Marein im Mürztal über den Pogusch nach Turnau sowie für die Zellerrain-Straße (B71) zwischen Mariazell und Grubberg: Am Zellerrain machte der Schneematsch Fahrzeugen zu schaffen. Die Eisenstraße (B115) zwischen Hieflau und St. Michael am Präbichl, die Oppenberger Straße (L739) von Strechau nach Oppenberg waren ebenfalls für Lkw nur mit Ketten befahrbar. Auf der Niederalpl-Landesstraße (L113) zwischen Wegscheid und Mürzsteg herrschte Kettenpflicht für Lkw ab 3,5 Tonnen.
So viel Schnee im Oktober gab es österreichweit seit 25 Jahren nicht mehr. Nicht nur in der Steiermark setzten heftige Schneefälle und eisiger Wind dem überdurchschnittlich warmen Spätherbst ein jähes Ende. In den Bergen Salzburgs liegen bis zu 75 Zentimeter Schnee, in Tirol wurde wegen dem Wintereinbruch die erste Lawinenwarnung der Saison ausgegeben. Ein Strömungsumschwung hat am Dienstag Schluss mit dem warmen Wetter gemacht: Die Südströmung, die warme Luft aus Nordafrika geliefert hat, drehte sich binnen eines Tages und bringt nun arktische Luftmassen aus dem Norden. Stark betroffen ist die Obersteiermark, laut Meteorologen Albert Sudy ein exponiertes Gebiet: "In dem Bereich stauen sich Wolken auf und sorgen für den starken Niederschlag."
Quelle © schneedigi1014.jpg | Foto: KLZ Digital ZAMG: Kurzes Gastspiel des Winters
Entspannung in Sicht
"Der Kälteeinbruch ist aber nur ein kurzes Intermezzo", sagt Sudy. Ab Freitag ist das Schlimmste nämlich überstanden. Dann wird der Schneefall weniger und die Temperaturen steigen wieder langsam nach oben. Spätestens ab Montag wird es spürbar wärmer, die kommende Woche sollte typisch herbstliche Temperaturen bringen. Trotzdem besteht weiterhin die Möglichkeit von Morgenfrost: "Bis zu minus drei Grad kann es in der Früh haben. Wer seine Blumen noch nicht ins Haus gebracht hat, sollte es noch schnell tun", rät Sudy.
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FRÜHE WINTEREINBRÜCHE
Schneefall im Oktober ist laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) nichts Ungewöhnliches. 2003 hatte Graz bereits am 20. Oktober eine Schneedecke.
Der früheste Wintereinbruch in den Aufzeichnungen der ZAMG war in Aigen im Ennstal am 9. Oktober 1980. Durchschnittlich fällt der erste Schnee erst Mitte November.





















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