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Weltuntergang kommt groß in Mode
Immer mehr junge Menschen schotten sich laut Eso-Bericht 2009 in esoterischen Welten ab.

Foto © ReutersScientology-Zeichen
Die heimische Esoterik-Szene kennt derzeit nur mehr ein Prophezeiungsdatum: den 21. Dezember 2012. Weil an diesem Tag der Kalender der alten Mayaindianer endet, herrscht in der Esoterik-Szene bereits helle Aufregung: Weltuntergang und/oder Neubeginn, auf jeden Fall soll an diesem Tag ein welterschütterndes Ereignis eintreten.
Trend im Kino
Hollywood hat den Trend längst erkannt: Der Weltuntergangsblockbuster "2012" von Regisseur Klaus Emmerich mit Star John Cusack startet im Herbst in den heimischen Kinos.
"Jugendliche wollen wegen des Datums eine Lehre erst gar nicht beginnen, weil sowieso der Weltuntergang kommt", berichtet Roman Schweidlenka, Esoterik-Beauftragter der Jugendplattform Logo, anlässlich seines Eso-Jahresberichtes 2009. "Wir erleben eine neue Esoterikwelle. Viele junge Menschen um die 20 hätten mit der Gesellschaft abgeschlossen und suchen Zuflucht in abgeschotteten Gegenwelten. Resultat einer Verunsicherung durch die derzeitige Wirtschaftskrise", so Schweidlenka.
Weitere Esoteriktrends sind: Prophezeiungen, die eine Zunahme von Katastrophen sehen, oder auch Weltverschwörungstheorien und Endzeitvisionen, die in der Figur des Antichristen eine verstärkte fundamentalistische christliche Strömung spiegeln.
Schweidlenka ortet bei Jugendlichen die Abwendung der Enttäuschten vom "System" und das Suchen des Heils im "starken Mann", das sich mit der Wahl weit rechts stehender Parteien verknüpft. Das seien ernst zu nehmende Entwicklungen, die die Politik herausfordern, so SP-Bildungslandesrätin Bettina Vollath. Rassismus sei salonfähiger geworden. Die "Einstiegsdroge" in den Rechtsextremismus sei Ausländerfeindlichkeit, Prävention daher umso wichtiger. Immer mehr Menschen suchen auch die Eso-Beratung: 3039 suchten 2008 Kontakt, um 1037 mehr als 2007.




















