Bezirks- und Gemeindesuche
Konsumentenschutz hat Hochkonjunktur
Die Abteilung für Konsumentenschutz hat in der Steiermark alle Hände voll zu tun. In der Krise achten die Konsumenten noch genauer auf mögliche unlautere Geschäftspraktiken.

Foto © APAEindeutiger Spitzenreiter der Beschwerden bei den Konsumentenschützern ist der Bereich Wohnen und Heizen
Muss ich meine alte Wohnung ausmalen, wenn ich ausziehe? Gilt der Heizkostenzuschuss für jedermann und was kann ich tun, wenn mir Betreiber einer vermeintlich kostenlosen Website doch eine Rechnung schicken? Diese und ähnliche Fragen wurden Herbert Puschl von der Abteilung Konsumentenschutz der steirischen Arbeiterkammer in den letzten sechs Monaten häufig gestellt. "Häufiger als im vergangenen Jahr", so der Jurist. "Allein im Bereich Geld hatten wir im ersten Halbjahr 2009 um gut 600 telefonische Anfragen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres." Persönliche Vorsprachen oder Email-Anfragen sind dabei gar nicht mitgerechnet.
In Zeiten der Krise schauen die Menschen eben noch genauer auf ihr Geld und verunsicherte Kunden prüfen häufiger, ob bei ihren Geschäften alles mit rechten Dingen zugeht.
Eindeutiger Spitzenreiter der Beschwerden ist laut Puschl der Bereich Wohnen und Heizen. 30 Prozent aller Anfragen drehen sich rund um Mietrecht, Kautionen, Betriebskosten oder Heizkostenabrechnungen.
Gut jeder fünfte Anrufer informierte sich im Bereich der Elektronik und Telekommunikation. "Das ist insofern interessant, als sich dieses Problemfeld erst in den letzten Jahren ergeben hat", so Puschl. Besonders im Bereich der Internetangebote gebe es noch immer sehr viele unwissende Konsumenten.
Platz drei auf dem Beschwerdetreppchen nehmen sogenannte Spezialthemen ein. Puschl präzisiert: "Dabei handelt es sich um Dienstleistungen aller Art, vom Fitnessstudio über Partnervermittlungsagenturen bis hin zu Esoterik-Angeboten." Man müsse einfach überall aufpassen.
Tipps vom Profi
Zum eigenen Schutz rät der Experte: Verträge oder Geschäftsabschlüsse müssen immer genau durchgelesen werden, bevor man sie unterschreibt. Von Blankounterschriften ist gänzlich abzuraten und die Konsumenten sollten immer sofort nachfragen, wenn sie etwaige Klauseln oder Bedingungen nicht verstehen. Einen Extra-Tipp gibt Puschl noch mit: "Es gibt nur ganz selten Entscheidungen, die sofort getroffen werden müssen."
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Für Konsumenten
Die Aufgabe des Konsumentenschutzes ist es, den Menschen in ihrer Rolle als Verbraucher Hilfestellungen zu geben.
Vor allem in den Bereichen Wohnen und Geld wurden in der Steiermark gehäufte Anfragen registriert.
Kostenlose Unterstützung bietet die Arbeiterkammer Steiermark unter 05/ 7799 2555 oder im Internet unter www.akstmk.at
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Gut jeder fünfte Anrufer informierte sich im Bereich der Elektronik und TelekommunikationFoto © APA/T-Mobile/Sujet




















