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Diözesanbischof Egon Kapellari: "Glaubende sind krisenfester"
Diözesanbischof Egon Kapellari erteilt politischen Vereinnahmungen eine klare Absage.

Foto © ReutersDiözesanbischof Egon Kapellari
Diözesanbischof Egon Kapellari beschäftigte sich beim Empfang für steirische Medienschaffende mit der Finanz- und Wirtschaftkrise, in deren Gefolge eine Vertrauens- und Sinnkrise zu spüren sei. Kapellari sieht die Rolle der Kirchen und der Religion darin, Halt zu geben.
Mitmenschlichkeit. Die Katholische Kirche, so der Bischof, mache Fehler und begehe Sünden, aber "zugleich hat sie riesige Ressourcen an Mitmenschlichkeit, an Barmherzigkeit und Heiligkeit". Und: "Glaubende sind krisenfester."
Wahl zum Europaparlament. Kapellari sprach auch aktuelle politische Fragen an und appellierte, an der Wahl zum Europaparlament am 7. Juni teilzunehmen. Gemeinsam mit dem Ökumenischen Rat der christlichen Kirchen in Österreich würden die Bischöfe dafür eintreten, dass sich die Christen in Europa nicht verstecken: "Wir verweisen aber auch auf die Tatsache, dass Europa als so genanntes Abendland sich nicht monopolartig in Christenhand befindet oder je befinden könnte."
Abtreibung und Euthanasie. Entschieden sprach er sich gegen Abtreibung und Euthanasie aus und bekräftigte das Engagement der Kirche für "das an seinen Grenzen bedrohte menschliche Leben".
Für die steirischen Medienschaffenden bedankte sich Kleine Zeitung-Chefredakteur Hubert Patterer beim Bischof. In seiner Rede verwies er auf die Parallelität von Kirche und Printmedien: Beide müssen sich an neue Zeiten anpassen, beide müssen innere und äußere Krisen bewältigen. Das Rezept: "Sich auf die klassischen Tugenden rückbesinnen. Die Menschen abholen, aufwühlen und heranholen."



















