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E-Voting: Kreuzerl ist beliebter als Klick
Am ersten Tag des e-votings für die Hochschülerschaftswahlen hielt sich der Andrang der steirischen Studenten in sehr engen Grenzen.

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Es ist eine Premiere ohne Zuschauer; mit Buhrufen, die lang vor der Aufführung ertönten. Gestern startete bei der diesjährigen ÖH-Wahl das viel kritisierte e-voting (die Kleine Zeitung hat berichtet). Zu diesem Zweck wurden auch an den steirischen Universitäten Wahlkabinen installiert. Doch die blieben großteils leer.
Seit 8 Uhr früh hält Stefanie Leitner am Zentralen Informatikdienst der Karl-Franzens-Universität die Stellung. Zwei Striche zieren den weißen Zettel, auf ihrem Schreibtisch. Sie stehen für jene zwei Wähler, die am Vormittag den Weg zur elektronischen Urne gefunden haben. "Die Studenten sind einfach noch unsicher", meint Leitner. "Sie sind eben an die Papierwahl gewöhnt. So eine Umstellung braucht ihre Zeit." Aber informiert wurden alle Studenten, per Newsletter. Online-Wahlwerbung themengerecht via Internet.
Neben den vielen Skeptikern sind doch einige Studenten im "Heute" angekommen. Der 21jährige Dieter Wohlmut beispielsweise wählt auf jeden Fall, und ganz sicher per e-voting. "Ich finde die ÖH-Wahl nicht so wichtig", so das Argument. "Deswegen kann man das mit dem e-voting schon probieren." In die verkabelte Wahlkabine geht er aber nicht. Denn mit Bürgerkarte und Lesegerät könne man viel bequemer von zu Hause aus wählen. Ein Hauptargument für die Online-Wahl.
Computer in Wahlkabinen. "Wählen? Heute? Geht es da um die EU?" In der Cafeteria der Technischen Universität hat sich die ÖH-Wahl noch nicht herum gesprochen. Obwohl doch zwei Stockwerke höher im Studienzentrum drei Computer in Wahlkabinen darauf warten, benutzt zu werden. Doch statt Bürgerkarten sieht man hier Flyer und Bierdeckel, bedruckt mit Werbung für die Papierwahl. "Ich bin eindeutig gegen das e-voting", so Studienrichtungsvertreter Florian Grubinger. "Aber den Studenten ist das e-voting ohnehin zu mühsam." Das Organisieren von Bürgerkarte und Lesegerät schrecke die studentischen Wähler ab.
Die österreichweiten Zahlen zeichnen ein anderes Bild. "500 Stimmen wurden am ersten Tag des e-votings abgegeben", heißt es aus dem Wissenschaftsministerium. Die erhoffte Online-Wahlbeteiligung von einem Prozent könne durchaus erreicht werden. Bis Freitag um 18 Uhr haben Studenten noch Zeit, ihre Stimme abzugeben.






















