Bezirks- und Gemeindesuche
Leutgeb muss nach Megafestival wieder auf den OP-Tisch
Klaus Leutgeb, Erfinder der SeeFestTage, plant bei Regen sogar eine Zeltstadt für 30.000 Fans.

Foto © Kleine Zeitung Digital/Erwin ScheriauKlaus Leutgeb ist im Dauerstress
Sie haben sich Anfang Jänner einer schweren Darmoperation unterzogen. Wie geht's Ihnen eigentlich, mitten im Stress um die SeeFestTage?
KLAUS LEUTGEB: Ich denk' nicht drüber nach, arbeite Tag und Nacht, damit es am Mittwoch um 16 Uhr im Schwarzlzentrum nach Plan losgehen kann. Mein Arzt rät mir jedenfalls zur Schonung und Mitte Mai muss ich nochmals unter das Messer.
Für mehr als eine Million Euro Gage gibt's von Donnerstag bis Sonntag 50 Stars wie Shaggy, Howard Carpendale, Monrose oder Opus. Wie setzt sich das 2,5 Millionen-Budget zusammen?
LEUTGEB: Aus Sponsoren, Eintrittsgeldern und Gastronomie. Ich bete natürlich, dass das Wetter mitspielt.
Und wenn nicht?
LEUTGEB: Daran denk' ich gar nicht. Aber im Notfall bau' ich eine Zeltstadt für 30.000 Menschen, damit man das Festival im Trockenen erleben kann. Bei Schönwetter erhoffe ich mir sogar 200.000 Besucher.
Was treibt Sie an, so einen Mega-Event zu veranstalten?
LEUTGEB: Ganz einfach, ich will den Menschen Freude bereiten. Eine Tageskarte von 9 Euro sollte für jeden leistbar sein, das ist wichtig, denn ich selbst komme aus ärmlichen Verhältnissen, bin in einer Schausteller-Familie groß geworden.
Sie gelten als Workaholic und als einer, der kaum schläft . . .
LEUTGEB: Stimmt, sechs Stunden Schlaf sind schon Luxus. Aber wenn ich nicht arbeite, fühl' ich mich wertlos. Und außerdem: ich wohne ja die meiste Zeit in einem 60-Quadratmeter großen Wohnwagen am Schwarzlsee. Es ist nett, um 6.30 Uhr die Hasen vorbei hoppeln zu sehen.
Neben SeeFestTagen, Open-Air und Oktoberfest haben Sie ja auch noch eine Vision, oder?
LEUTGEB: Ja, ich will im SFZ bis 2011 ein Dorf für misshandelte Kinder bauen. Unter ärztlicher Aufsicht.
INTERVIEW: ERIC SEBACH






















