Bezirks- und Gemeindesuche
"Wir müssen helfen, Stabilität zu garantieren"
Herr Oberstleutnant Hofer, Sie sind Kommandant des ersten und einzigen Kader-Präsenzbataillons der Bundesheeres, der Task Force 18, und waren mit ihren Soldaten jetzt für sechs Monate als 19. österreichisches Kontingent im Kosovo-Einsatz. Ihr Resümee?
MANFRED HOFER: Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatz und meinen Soldaten. Diese professionelle Einheit hat sich bewährt. Vor allem sind vorprogrammierte Schwierigkeiten gar nicht erst aufgetreten.
Welche Schwierigkeiten?
HOFER: Es gibt normalerweise bei solchen Einsätzen immer Probleme in der Kennenlern-, aber auch in der Abschiedsphase. Das ist bei uns nicht so, weil wir ja für drei Jahre als eine Einheit dastehen. Wir haben uns gemeinsam lange auf den Einsatz vorbereitet und bleiben auch jetzt zusammen.
Was ist das Schwierige bei so einem Einsatz, da man mit vielen Schicksalen konfrontiert wird?
HOFER: Man darf kein weiches Herz für Einzelschicksale haben. Wir sind hier im Kosovo, um für alle Bewohner ein lebenswertes Umfeld zu schaffen. Das heißt, wir müssen helfen, die Stabilität zu garantieren, damit sich der Kosovo in allen Belangen weiterentwickeln kann.
Zurück zu den Kaderpräsenz-Einheiten. Sind sie die Zukunft beim Bundesheer?
HOFER: Ja, davon bin ich überzeugt, wobei ich aber ernsthaft befürchte, dass bei der jetzigen Budgetsituation des Bundesheeres die professionelle Arbeit von solchen Einheiten in diesem Ausmaß nicht gewährleistet ist.



















