Bezirks- und Gemeindesuche
Die unheimliche Angst vor der 13
Freitag der 13. gilt als Unglückstag. Woher kommt die Angst vor der 13, vor schwarzen Katzen und zerbrochenen Spiegeln?

Foto © APAAngst vor der Zahl 13?
Jetzt einmal ganz ehrlich - wie geht es Ihnen heute? Ist Ihnen nicht auch ein bisschen mulmig zumute? Stellen sich heimlich Ihre Nackenhaare auf? Schließlich ist heute - wie übrigens schon im Februar - Freitag der 13., und der gilt im Volksglauben als Tag, an dem Unglücksfälle passieren.
"Selbsterfüllende Prophezeihung". Aber keine Sorge, so mancher Aberglaube klärt sich als "selbsterfüllende Prophezeiung" auf: Wenn man fürchtet, dass am Freitag den 13. mehr schief geht als normal, wird das auch passieren. Das eigene Verhalten führt dazu, dass sich die Erwartungen bestätigen, erklären die Psychologen.
Aberglaube. Die Angst vor der 13 ist in unseren Breiten der wahrscheinlich meist verbreitete Aberglaube und hat unter dem Fachausdruck "Triskaidekaphobie" sogar seinen Platz in der Wissenschaft gefunden. So nennt man nämlich die übersteigerte Furcht vor der 13. Dass diese wirklich weit verbreitet ist, zeigt die Tatsache, dass viele Hotels die Zimmernummer 13 und viele Fluggesellschaften die Reihe 13 einfach auslassen, um Probleme erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Erklärung. Was ist nun aber wirklich so schrecklich an der 13? Die wahrscheinlichste Erklärung stammt aus dem Neuen Testament - am letzten Abendmahl haben insgesamt 13 Personen teilgenommen. Und der 13. wäre Judas Ischariot gewesen, der Jesus kurze Zeit später verraten hat. In Kombination mit (Kar)Freitag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, die wohl übelste Variante des Unglücks. Dazu überschreitet die 13 das alte geschlossene Zwölfersystem und steht für Veränderung, für Neuanfang und somit auch für Unsichertheit. So nannte man die 13 im deutschen Volksmund lange das "Dutzend des Teufels".
Aberglaube ist relativ. Aber andere Länder, andere Sitten. Nicht überall steht die nämlich 13 für Unglück - in der jüdischen Tradition ist sie eine Glückszahl und ein Symbol Gottes, auch in Japan steht die 13 für Glück. In Spanien, Griechenland und im spanischsprachigen Teil Südamerikas gelten Dienstage, die auf den 13. eines Monats fallen, als Unglückstage. In Italien wiederum gilt Freitag der 17. als Unglücksdatum - wie man sieht: Alles ist relativ, auch der Aberglaube.
Features
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Oder vor einem zerbrochenen SpiegelFoto © KLZ DIGITAL/Scheriau
Aberglaube
Schwarze Katze: Im Mittelalter hielt man schwarze Katzen für die "Hilfsgeister" der Hexen.
Leiter: Geht man unter einer Leiter durch, verletzt man laut Aberglaube einen heiligen Raum - das Dreieck. Das soll Unheil bringen.
Zerbrochener Spiegel: Da man glaubte, dass der Spiegel auch die menschliche Seele widerspiegelt, galt ein Bruch als Verletzung derselben. Man glaubte, dass die Heilung sieben Jahre dauern würde - daher bedeutete ein zerbrochener Spiegel ebensolanges Unglück.





















