Bezirks- und Gemeindesuche
Haftstrafe für steirischen Autoverkäufer
Autoverkäufer aus dem Bezirk Leoben veruntreute insgesamt 300.000 Euro: Vor Gericht setzte es 24 Monate Haft, davon acht unbedingt.
"Ich habe mir gedacht, dass ich das irgendwie schaffen werde, alle Löcher zu stopfen", erklärt der 57-jährige Autoverkäufer aus dem Bezirk Leoben am Mittwoch im Justizzentrum Leoben vor Strafrichter Peter Wilhelm. Sieben Jahre lang hatte der Autohändler Kaufpreiszahlungen in bar von Kunden nur zum Teil an seine Firma abgeführt. Insgesamt zweigte er knapp 300.000 Euro ab. Damit deckte er private Schulden ab.
Hoch verschuldet. Das Verbrechen der Veruntreuung wirft Staatsanwältin Bettina Scaria dem Angeklagten vor der Autoverkäufer bekennt sich schuldig. Bereits im Jahr 2005 waren die Tricksereien in seiner Firma auf gefallen. Sein Chef hatte damals aufgrund der schwierigen persönlichen Situation des Angeklagten von einer Anzeige abgesehen. Sein Mitarbeiter sollte den damaligen Fehlbetrag von 80.000 Euro abstottern. "Es muss damals schon mehr Geld gewesen sein", räumt der Autoverkäufer ein. Das habe er dem Chef verschwiegen, aus Angst um den Arbeitsplatz.
Bargeld. Der 57-Jährige durfte bei seiner Firma bleiben und schaffte weiter Bargeld auf die Seite. Bis zum Oktober 2008, wo er wieder aufflog. Nun erstattete sein Chef Anzeige. "Ich habe in 20 Jahren Schulden zwischen 400.000 und 500.000 Euro angehäuft, aber nie ein luxuriöses Leben geführt. Ich war nie auf Urlaub, bin kein Spieler, kein Trinker, rauche nicht", meint der bisher strafrechtlich unbescholtene Autoverkäufer. Das Urteil des Schöffensenats: 24 Monate Haft, davon acht unbedingt. Die U-Haft von mehr als drei Monaten wird angerechnet. Drei Tage Bedenkzeit, das Urteil ist nicht rechtskräftig.


















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