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Hagen-Bravour feilt an Haydn-Fantasia
Schwerste Gebirgsmassive wuchtete das Hagen-Quartett mühelos ins Abonnenten-Publikum des Musikvereins für Steiermark.
Und der ganze Stephaniensaal folgte atemlos den aphoristischen Zukunftsskizzen in Joseph Haydns Es-Dur-Quartett (Hoboken III/80 von 1797), die in der feinsilbrig ausgefeilten Fantasia gipfelten.
Wildheit. Auch bei Ludwig van Beethovens A-Dur-Quartett opus 18/5 von 1800 überraschten die Meistermusiker mit einer ihre frühere Wildheit zügelnden abgeklärten Reife. Die Gewagtheit ihrer Pianissimi sprach lauter als jedes Fortissimo.
Akzente. Robert Schumanns A-Dur-Quartett von 1842 ist ein leidenschaftliches Geburtstagsgeschenk für seine Clara, das besonders dem Stradivari-Cello von Clemens Hagen subtilste bis eruptivste Akzente abforderte. Bejubelt die Zugabe der Hymnen-Variationen aus dem "Kaiser-Quartett" Haydns.




















