Bezirks- und Gemeindesuche
Jäger rutschte aus und stürzte mit erlegtem Wild in den Tod
Winklern: Der 67-Jährige brach sich das Genick. Jagdkollege fand den Verunglückten.
Es begann schon zu dämmern, als ein 67-jähriger Jäger aus Oberzeiring am Mittwochabend auf der Hochalm in der Gemeinde Winklern (Bezirk Murau) eine Hirschkuh erlegte. Den Versuch, das rund 80 Kilo schwere Tier aus einem verschneiten, steilen Hang in Sicherheit zu bringen, bezahlte der Familienvater mit dem Leben. Er rutschte aus und stürzte rund 70 Meter in den Tod.
Jäger. Seit einigen Jahren schon hatte der erfahrene Jäger Viktor P. die Jagd auf der Hochalm gepachtet. Am Mittwoch war er gemeinsam mit einem 55-jährigen Kollegen aus Pöls auf der Jagd. Als er das Rotwild gegen 17 Uhr von einem Hochstand aus erlegte, war er aber alleine. "Sein Kollege war schon voraus gegangen, um in der Hütte einzuheizen. Er hatte den Schuss noch gehört", berichtet Wilfried Thanner von der Alpinpolizei Murau.
Hirschkuh. Viktor P. wollte die erlegte Hirschkuh aus dem extrem steilen Gelände zu einem Gehweg schleppen. Der Schnee lag rund 20 Zentimeter hoch. "Der Jäger dürfte ausgerutscht sein. Er ist samt dem Wild abgestürzt und schließlich gegen einen Holzzaun gekracht", so der Alpinpolizist.
Hütte. Weil der 67-Jährige auch gegen 19 Uhr nicht in der Hütte aufgetaucht war, machte sich sein Jagdkollege Sorgen und hielt Nachschau. Eine halbe Stunde später fand er den Verunglückten in rund 1600 Metern Seehöhe. Nachdem er mit seinem Mobiltelefon einen Notruf abgesetzt hatte, begann der 55-Jährige mit der Reanimation - leider vergeblich. Der Distriktsarzt konnte wenig später nur mehr den Tod des 67-Jährigen feststellen. Wie eine Obduktion ergab, verstarb der Jäger an einem Genickbruch.


















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