Bezirks- und Gemeindesuche
Vorlesen an Volksschulen verboten? Eltern besorgt
Neue Methoden beunruhigen Eltern. Doch lautes Vorlesen kommt nur aus der Mode, verboten ist es nicht.

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Kaum hat die Schule begonnen, sorgen die Bildungseinrichtungen schon für Unruhe unter der Elternschaft. So macht in der Steiermark das Gerücht die Runde, der Landesschulrat habe via Schulleiterkonferenz das laute Vorlesen an Volksschulen verboten. "Wie soll dann überprüft werden, wie gut oder schlecht ein Schüler liest?", fragt sich ein Kleine-Zeitung-Leser, der die ganze Angelegenheit für absurd hält.
Aus der Mode. Tatsächlich gibt es für das Gerücht aber einen wahren Hintergrund: Das laute Vorlesen kommt an steirischen Volksschulen aus der Mode. Denn seit dem österreichischen Debakel bei der Pisa-Studie hat sich gerade beim Lesen die didaktische Methode grundlegend geändert, erklärt Landesschulinspektorin Helga Thomann: "Kinder sollen Texte leise lesen. Dann spricht der Lehrer mit ihnen über den Inhalt, um festzustellen, wie viel sie davon erfasst haben." Nach neuesten Erkenntnissen stehe lautes Vorlesen dem Sinn erfassenden Lesen im Wege.
Kein Verbot. Natürlich seien Lehrer angehalten, nach den neuesten Methoden zu unterrichten. Von einem Verbot sei aber keine Rede: Um Lesekompetenz zu testen, lasse man Schüler weiter laut vorlesen.




















