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    Zuletzt aktualisiert: 27.06.2008 um 18:27 UhrKommentare

    Kampf dem "Drüsigen Springkraut"

    Landesregierung startet eine Rupfaktion gegen die unliebsame Pflanze.

    Die Pflanze sieht zwar hübsch aus, verdrängt aber durch ihre rasante Verbreitung heimische Arten

    Foto © Naturschutzbund / LangsDie Pflanze sieht zwar hübsch aus, verdrängt aber durch ihre rasante Verbreitung heimische Arten

    Es erinnert an die Maikäfer-Sammelaktionen der Nachkriegszeit: Schulkinder rückten mit Direktor, Lehrern und Ortsbewohnern aus, um den krabbelnden Schädlingen in einer konzertierten Aktion den Garaus zu machen. Ein ähnliches Projekt hebt heute die Naturschutzabteilung des Landes an. Nur dass diesmal nicht gesammelt wird, es wird gerupft. Ziel des kollektiven Feldzugs ist eine Pflanze: das "Drüsige Springkraut".

    "Krieg" erklärt. Zu erkennen an seinen verzweigten Stängeln mit den rosa Blüten, kann die aus Asien stammende Pflanze mehr als bloß schön aussehen - nämlich hervorragend wuchern, sich rasend verbreiten und und heimische Arten verdrängen. Deshalb greift die Landesregierung zum letzten Mittel und erklärt dem unliebsamen Kraut den Krieg.

    Aktionstag. Der gemeinsame Feldzug startet am Samstag in Form eines "Aktionstags". Vereine, Feuerwehren und Bürgermeister im ganzen Land sind unter der Obhut der Berg- und Naturwacht aufgerufen, das Springkraut zu suchen und dann zu rupfen, bis es nichts mehr zu rupfen gibt. "Wir werden diesem Problem sonst nicht mehr Herr", seufzt Frieder Michael Binder-Krieglstein von der Landesnaturschutzabteilung. Von vielen Leuten würde das Drüsige Springkraut ob seiner Schönheit gerne als Zierpflanze stehen gelassen. Doch Binder-Krieglstein weiß: "Diese Pflanze ist nicht schön. Sie ist ein Schädling." Wie einst der Maikäfer eben.

    GÜNTER PILCH

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