Bezirks- und Gemeindesuche
Steirer spritzen ihre Erdbeeren häufiger
Ein Test der AK ergab, dass heimische Erdbeerbauern doppelt so häufig zu Pestiziden greifen als spanische Produzenten. Bei der Neuauflage des Tests wurden in allen neun Proben Pestizide gefunden.

Foto © APAHeimische Erdbeerbauern greifen doppelt so oft zu Pestiziden als spanische Produzenten
Ende April hatte das Lebensmittellabor Analyticum im Auftrag der Arbeiterkammer spanische Beeren aus Supermärkten auf Schädlingsbekämpfungsmittel untersucht und dabei zwei Proben als rückstandsfrei klassifiziert. Bei einer Wiederholung des Tests mit steirischer Ware fiel die Probe aufs Exempel aber niederschmetternd aus. Keine einzige Probe war frei von Pestiziden, insgesamt wurde mit 47 gefundenen Rückständen doppelt so oft Chemie eingesetzt wie bei den spanischen Erdbeeren mit 24 Pestiziden.
Belastung der Erdbeeren.
Am kräftigsten belastet waren Erdbeeren, die bei den Lebensmittelketten Spar (8) und Hofer (7 Pestizide) gekauft worden waren. In praktisch allen Proben wurden verschiedene Mittel gegen Pilzbefall (Cyprodinil, Fludioxonil und Pyraclostrobin) gefunden. Aus Sicht des Konsumentenschutzes ist daher erneut auf fehlende rechtlich festgelegte Summengrenzwerte bei Pestiziden hinzuweisen. Zwar bleiben die einzelnen Pflanzenschutzmittel unter den jeweils vorgeschriebenen Höchstwerten, eine mögliche additive Wirkung bei mehreren Pestiziden der gleichen Wirkungsklasse sollte das Gesundheitsministerium auf den Plan rufen, erklärt die AK-Expertin.
Gleicher Preis.
Keine Unterschiede zu spanischen Erdbeeren gab es schließlich beim Preis der heimischen Ware (1,50 bis 3,98 Euro pro Kilo) sowie bei Geschmack und Optik der Beeren, die durchwegs gut benotet wurden - für Käufer, die vorzugsweise zu inländischen Waren greifen, leider ein schwacher Trost.




















