Sportlerin des JahresGasser hatte falschen Flug gebucht

Mit Anna Gasser (26) wurde erstmals eine Snowboarderin „Österreichs Sportlerin des Jahres“. Die Millstätterin hatte nach der Gala eine kurze Nacht und beging einen entscheidenden Fehler.

SPORTHILFE - Gala Nacht des Sports 2017
Anna Gasser hatte allen Grund zum Lachen © GEPA pictures
 

Sie haben gestern von den Titelblättern vieler Zeitungen gelacht. Können Sie sich noch erinnern, wann zum allerersten Mal von Ihnen ein Foto abgedruckt worden ist?
Anna Gasser: Das ist ziemlich lange her. Aber ich glaube, es muss als Zwölf- oder Dreizehnjährige gewesen sein. Ich war damals Turnerin und bin in einer Ihrer Regionalausgaben aufgetaucht.

Ausgezeichnetes Gedächtnis. Hätten Sie sich damals erträumt, irgendwann Österreichs Sportlerin des Jahres zu werden?
Niemals. Ich war ja begeisterte Turnerin und meine ersten Versuche auf dem Snowboard mit der Mama haben nicht unbedingt professionell gewirkt.

Das hat sich offensichtlich geändert ...
Schon, aber irgendwie werden wir ja noch immer als Exoten gesehen.

Könnte mit Ihrem Triumph Österreichs Sportaffinität und -interesse ein breiteres Spektrum erzielen?
Ich hoffe es. Für mich persönlich ist dieser Preis schon etwas Besonderes. In Österreich gilt fast die gesamte Aufmerksamkeit dem Skisport oder dem Fußball. Aber ich denke, dass mein Titel auch stellvertretend wichtig war. Speziell für andere Sportarten, die nicht so sehr im Rampenlicht stehen.

Können Sie den Moment beschreiben, als Ihr Name vor Hunderten Zuschauern im Saal und Tausenden vor dem Fernseher aufgerufen worden ist?
Mich hat dieser Augenblick emotional ziemlich getroffen. Ich war ziemlich überrumpelt und klarerweise überglücklich zugleich.

Hatten Sie sich irgendetwas zurechtgelegt, was Sie sagen können?
Gar nicht. Ich war auch total sprachlos, wie man vielleicht gemerkt hat. Das passiert mir sonst nicht so oft. Ich habe ja schon die eine oder andere Ehrung hinter mir, aber da hatte ich zumindest den Hauch einer Vorahnung. Und wie gesagt, der Saal war groß, die Kameras waren da – aber es war einfach ein wunderschöner Moment.

Der könnte Sie auch im Winter erwarten. Was ist nun anders als 2014?
Ich bin für die Olympischen Spiele in Pyeongchang sicher besser vorbereitet als ich es in Sotschi war. Damals hatte ich nicht realisiert, wie groß Olympia ist. Daraus habe ich gelernt.

Sie waren am Freitag bereits wieder auf der Piste. Wurde gar nicht gefeiert?
Oh ja. Ich habe lediglich den Fehler begangen, um 6.30 Uhr einen Flug von Wien nach Innsbruck zu buchen. Wie gesagt, ich habe nicht damit gerechnet zu gewinnen. Die Nacht war dementsprechend kurz.

„Anna Gasser, Österreichs Sportlerin des Jahres“ – Haben Sie das bereits realisiert?
In der Nacht habe ich mit vielen Sportkollegen geplaudert und gefeiert. Aber als ich in der Früh am Flughafen an den Zeitungskiosken vorbeigegangen bin, wurde mir erst klar: Das bist ja du! Da wurde mir alles erst so richtig bewusst.

Kommentare (2)

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kropfrob
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Von Wien nach Innsbruck ...

... muss man fliegen? In welcher eigenartigen Welt leben wir!

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Kristianjarnig
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Naja, 1 Stunde im Flieger, auch wenn es nur ein "Heuwender" der Ex Tyrolean ist oder...

...gut 5 Stunden mit dem Auto. Dann noch übers deutsche Eck.... ich kann mir was prickelnderes vorstellen. ÖBB knapp 4:15.

Aber was die "Schlagzeile" soll weiß ich nicht. Nennt sich "Clickbait"(Klicks mittels absurden Headlines zu einem nichtssagenden Artikel bekommen) was die Kleine hier macht....

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