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Zuletzt aktualisiert: 30.07.2007 um 19:03 Uhr

Dopingkampf wird forciert

Kein Schlupfloch mehr. Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka will künftig auch den Besitz von Dopingmitteln strafrechtlich verfolgbar machen.

Reinhold Lopatka am Rande der Österreich-Rundfahrt

Foto © GEPAReinhold Lopatka am Rande der Österreich-Rundfahrt

Kein Tag ohne Dopingmeldung, so war es zumindest in den letzten Wochen. Für Österreichs Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka zwar kein Grund zur Verzweiflung, aber einer, um den Kampf gegen Doping weiter zu forcieren. Seine Forderung: "Schon der Besitz von Dopingmitteln soll strafrechtlich verfolgt werden."

Dorn im Auge. Dass derzeit nach dem Arzneimittelgesetz nur das In-den-Verkehr-Bringen und die Verabreichung von Doping strafrechtlich verfolgbar sind, ist ihm ein Dorn in Auge. In der jüngsten Vergangenheit kamen deshalb mutmaßliche "Dopingsünder" unbehelligt davon. So etwa im Vorjahr in Tirol ein Niederländer, bei dem man bei einer Fahrzeugkontrolle 89.000 leistungsfördernde Tabletten und 888 Ampullen fand. In Ermangelung eines entsprechenden Rechtshilfeabkommens mit den Niederlanden wurde das Verfahren gegen den Bodybuilder eingestellt.

Verfahren eingestellt. Ebenfalls im Vorjahr fand man bei zwei österreichischen Staatsbürgern, die das gleiche Fitnessstudio besuchen, 2500 Tabletten und Ampullen diverser Präparate. Weil die beiden Verdächtigen aber bei ihrer Aussage blieben, die Mittel nur für den Eigenbedarf bestellt zu haben, wurde in diesem Monat das Verfahren eingestellt.

Hobbysportler im Visier. "Wir müssen vermehrt auch die Hobbysportler schützen", so Lopatka, der das mit alarmierenden Studien aus dem Nachbarland Deutschland belegt. So dopen dort etwa 200.000 Freizeitsportler - der Schwerpunkt liegt dabei im Fitnessbereich. Rund 100 Millionen Euro werden jährlich auf dem Schwarzmarkt für die Dopingmittel ausgegeben. In Sachen Nationale Anti Doping Agentur (NADA) ist man übrigens auf Schiene. Sie soll am 1. Juli 2008 ihre Arbeit aufnehmen.

THOMAS PLAUDER
10/regionen/topics/doping/

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Diskussion

Die Kleine Zeitung veranstaltet unter dem Motto "Doping ohne Ende! Ist der Radsport noch zu retten?" eine Diskussionsrunde. Mit dabei sind u.a. die Profis Bernhard Eisel und Peter Wrolich sowie Hans Huber (Sport-Chef/ORF).

Wo: Augartenhotel, Schönaugasse 53, 8010 Graz
Wann: Dienstag, 15 Uhr

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Bernhard Kohl und Bernhard Eisel diskutieren mitFoto © GEPA

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Tour: Letzte Etappe nach Paris 

Tour: Letzte Etappe nach Paris

 

Tour-Sieger seit 2000

2000: Lance Armstrong (USA)
2001: Armstrong
2002: Armstrong
2003: Armstrong
2004: Armstrong
2005: Armstrong
2006: Oscar Pereiro (ESP)
2007: Alberto Contador (ESP)
2008: Carlos Sastre (ESP/CSC)
2009: Contador
2010: Contador

 


Tour-Rekorde

Gesamtsiege: Armstrong (USA) 7 Siege, Hinault (FRA), Merckx (BEL), Anquetil (FRA), Indurain (ESP) je 5 Siege
Gelbes Trikot: Merckx 111 Tage, Armstrong 83, Hinault 79
Etappensiege: Merckx 34 Siege, Hinault 25, Leducq (FRA) 25
Grüne Trikots: Zabel (GER) 6
Bergtrikots: Virenque (FRA) 7
Teilnahmen: Zoetemelk (NED) 16
Ältester Sieger: Lambot (BEL) 1922 - 36 Jahre
Jüngster Sieger: Cornet (FRA) 1904 - 20 Jahre

 

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