Gelbe Gedanken an den Tod
Michael Rasmussen wollte nach dem Tour-Ausschluss seinem Leben ein Ende setzen. Dass er noch lebt, ist ein Zufall.

Foto © APADer Fall "Michael Rasmussen" sorgte in den Medien für Aufsehen
Der dänische Profi Michael Rasmussen hat in der Nacht nach seinem Tour-Ausschluss Selbstmordgedanken gehegt. Der frühere Rabobank-Fahrer sagte der niederländischen Tageszeitung "De Telegraaf", er habe sich in seinem Hotelzimmer erhängen wollen. Er sei nur noch am Leben, weil er keinen Strick gefunden habe.
Chronologie
Entlassen Der 33-Jährige war nach seinem Etappensieg am Col d'Aubisque als Gesamtführender vier Etappen vor Ende der Frankreich-Rundfahrt von seinem Team aus dem Rennen genommen und entlassen worden. Der niederländische Rennstall hatte seine Entscheidung damit begründet, dass Rasmussen dem Team mehrmals falsche Angaben über seinen Aufenthaltsort in der Trainingsphase vor der Tour gemacht habe. Zuletzt hatte der Däne zugegeben, aus privaten Gründen die Unwahrheit über seinen Aufenthalt gesagt zu haben.
Zweijahres-Sperre? Wegen der falschen Angaben erwartet Rasmussen womöglich eine Zweijahres-Sperre durch den internationalen Radsport-Verband. "Nach dem Geständnis ist es wahrscheinlich, dass wir nach dem Regelverstoß 'Versäumter Test' vorgehen, der im Allgemeinen zu einer zweijährigen Sperre führt", sagte die UCI-Antidopingbeauftragte Anne Gripper. Möglicherweise sind Rasmussens Äußerungen auch vor diesem Hintergrund zu sehen. Unterdessen hat der Rabobank- Rennstall weitere Konsequenzen aus dem Fall Rasmussen gezogen und seinen Sportdirektor Erik Breuking durch Harold Knebel ersetzt.
Features
Tour de France 2007
Michael Rasmussen
Geboren:
1. Juni 1974 in Tølløse (DEN)
Erfolge:
Mountainbike-Welt<-wbr>meister 1999
Straßen-Profi seit 2000
Gewinner des Tour-Bergtrikots 2005, 2006












