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Zuletzt aktualisiert: 18.07.2007 um 20:12 Uhr

Kalte Dusche für den Anti-Doping-Weg

Das T-Mobile-Team verzeichnete zwar den ersten Doping-Fall der heurigen Tour, ist aber trotzdem ein Vorbild für die Zukunft.

Bernhard Eisel unterstützt den Anti-Doping-Kurs von T-Mobile

Foto © ReutersBernhard Eisel unterstützt den Anti-Doping-Kurs von T-Mobile

Bernhard Eisel verzieht das Gesicht. Es ist ihm anzusehen, dass das nur knapp über zehn Grad kalte Wasser im blauen, aufblasbaren Swimmingpool nicht wirklich angenehm ist. Trotz der Hitze, die auch die Radfahrer bei der Tour de France quält, hätte sich der Sprinter im T-Mobile-Team wohl andere Abkühlung gewünscht. Doch das Bad im Eiswasser ist ein jener Bausteine, mit dem die deutsche Mannschaft Doping bekämpfen will. Es dient der Regeneration: Die Blutgefäße verengen sich, bei Bewegung weiten sie sich wieder. So soll das überschüssige Laktat, das sich während der Etappen in den Muskeln sammelt, schneller abtransportiert werden - um sich nicht der so verdächtigen Medizin bedienen zu müssen.

Vorreiter im Doping-Kampf. Nicht der einzige Schritt, den T-Mobile nach den Doping-Geständnissen getan hat. Die deutsche Mannschaft versucht als Vorreiter im Doping-Kampf tätig zu werden. Jeder Fahrer musste sich vertraglich verpflichten, Geld an das Teamt zurückzuzahlen, wenn er positiv getestet wird. Patrik Sinkewitz wird wohl der Erste sein, der in die Tasche greifen und einen Gutteil seines kolportierten Jahresgehalts um die 400.000 Euro abliefern muss -das Geld wird für Anti-Dopingmaßnahmen verwendet.

Eigener Sportphysiologe bei T-Mobile. Wie zum Beispiel für die Weiterentwicklung des Blut-Volumentests. Dafür hat T-Mobile eigens einen Sportphysiologen verpflichtet, der die Fahrer unangemeldet und zusätzlich zu allen anderen Doping-Tests überprüft, um Blutdoping festzustellen. Zum Nachteil der Fahrer. "Für den Test muss ich Kohlenmonoxid einatmen. Das ist so, als ob ich vier Zigaretten rauche."

Wollen den sauberen Weg gehen. Die Fahrer tun es trotzdem. Denn die meisten woll(t)en den neuen, sauberen Weg mitgehen. Patrik Sinkewitz sorgte für den ersten Tiefschlag. Aber der saß.

MICHAEL SCHUEN

Fotoserien

Sport-Mix 2012: Sperren für Armstrong und Jukic 

Sport-Mix 2012: Sperren für Armstrong und Jukic

 

Tour-Sieger seit 2000

2000: Lance Armstrong (USA)
2001: Armstrong
2002: Armstrong
2003: Armstrong
2004: Armstrong
2005: Armstrong
2006: Oscar Pereiro (ESP)
2007: Alberto Contador (ESP)
2008: Carlos Sastre (ESP/CSC)
2009: Contador
2010: Andy Schleck (LUX)
2011: Cadel Evans (AUS)
2012: Bradley Wiggins (GBR)

 


Tour-Rekorde

Gesamtsiege: Armstrong (USA) 7 Siege, Hinault (FRA), Merckx (BEL), Anquetil (FRA), Indurain (ESP) je 5 Siege
Gelbes Trikot: Merckx 111 Tage, Armstrong 83, Hinault 79
Etappensiege: Merckx 34 Siege, Hinault 25, Leducq (FRA) 25
Grüne Trikots: Zabel (GER) 6
Bergtrikots: Virenque (FRA) 7
Teilnahmen: Zoetemelk (NED) 16
Ältester Sieger: Lambot (BEL) 1922 - 36 Jahre
Jüngster Sieger: Cornet (FRA) 1904 - 20 Jahre

 

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Foto: KLZ DIGITAL/Scheriau

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