Der Baske Astarloza ist Etappensieger
Der Gesamtführende Alberto Contador kam als Zehnter ins Ziel und behält das gelbe Trikot.

Foto © ReutersAlberto Contador
Keine Veränderung an der Spitze der Gesamtwertung hat am Dienstag die zweite Alpenetappe der 96. Tour de France gebracht. Der Spanier Alberto Contador kam nach der 159-km-Fahrt von Martigny (Schweiz) nach Bourg St. Maurice als Zehnter mit der Gruppe seiner größten Rivalen ins Ziel und behielt das Gelbe Trikot mit 1:37 Minuten Vorsprung auf seinen Teamkollegen Lance Armstrong und 1:46 auf den Briten Bradley Wiggins.
Der Spanier Mikel Astarloza freute sich über seinen Solosieg. Nach einer Attacke auf dem vorletzten Kilometer und nach einer Klettertour über Großen und Kleinen St. Bernhard-Pass gewann der Baske solo mit acht Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Sandy Casar und sechs weitere Ausreißer. Am Mittwoch folgt die Königsetappe nach Le Grand-Bornand mit vier Pässen der ersten Kategorie.
Verfolgungsjagd durch die Alpen
Auf der Fahrt aus dem Schweizer Rhonetal über das italienische Aostatal zurück nach Frankreich hatte sich früh eine Gruppe abgesetzt. Der Italiener Franco Pellizotti baute seine Führung in der Bergwertung aus, er war gefolgt vom Russen Wladimir Karpez als Erster auf dem höchsten Punkt der Tour, dem Großen St. Bernhard (2.473 m), und auch auf dem Kleinen. Das Duo war zwischen den Pässen in Italien von 16 Verfolgern eingeholt worden. Dieser 88 km lange Abstecher ins Nachbarland war auch der Grund dafür, dass der Spanier Alejandro Valverde nicht an der Tour teilnehmen durfte. Er ist in Italien wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt.
Der Luxemburger Fränk Schleck war mit einer enormen Tempoverschärfung im 22 km langen Anstieg zum Kleinen St. Bernhard (2.188 m) verantwortlich dafür, dass die Gruppe der Favoriten auf zunächst sechs Fahrer schrumpfte. Er wollte den Boden für einen Angriff seines Bruders Andy auf Contador bereiten. Doch der Spanier konterte mühelos, während Armstrong dem hohen Tempo zunächst nicht zu folgen vermochte. Der siebenfache Rekordsieger der Tour schaffte aber in der Folge wie einige andere Fahrer wieder den Anschluss.
Der Deutsche Jens Voigt kam auf der Abfahrt vom Kleinen St. Bernhard schwer zu Sturz und musste aufgeben. Der Teamkollege der Brüder Schleck bei Saxo Bank wurde mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch zu näheren Untersuchungen in das Spital des Zielortes gebracht. "Er ist schwer verletzt, das steht fest", erklärte Teamchef Bjarne Riis. Voigt, der seine 13. Tour bestreitet, war nach einer Unebenheit ins Schleudern geraten und schräg nach vorne gestürzt.













