Armstrong denkt an Tour-Rückkehr im nächsten Jahr
Die Allianz zwischen Armstrong und der Tour wird fortgesetzt: Einer kann nicht ohne den anderen und deshalb empfangen die Organisatoren den Texaner auch 2010 wieder mit offenen Armen.

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"Vielleicht noch eine Tour", sagte Armstrong am Abend vor dem ersten Ruhetag in Limoges. Der 37-Jährige will nächstes Jahr mit neuem Team und ohne den größten Konkurrenten in den eigenen Reihen, Alberto Contador, zurückkommen. Nicht alle sind von diesem Plan so begeistert wie die Tour-Chefs. "Mir geht der Rummel um ihn ziemlich auf die Nerven. Aber jeder bekommt eben den Radsport, den er verdient", sagte Cofidis-Chef Eric Boyer mit Blickrichtung Tour-Organisation ASO. "Er benutzt die Tour für seine Zwecke."
Armstrongs Sponsor Nike und seine Krebs-Stiftung Livestrong könnten als neue Sponsoren für ein Team unter Leitung Johan Bruyneels bereitstehen. Armstrongs Freunde in der jetzigen Astana-Mannschaft, Levi Leipheimer und Jaroslaw Popowitsch, werden nicht überlegen und ihm in ein neues Team folgen. Die sportliche Zukunft von Andreas Klöden, dem die Bonner Staatsanwaltschaft gegen Zahlung einer Summe die Einstellung der Ermittlungen in Zusammenhang mit den Doping-Affären in seinem früheren T-Mobile-Rennstall angeboten hat, ist ungewiss. Der Deutsche könnte im neuen Astana-Team unter den Kapitänen Contador und Alexander Winokurow (mit dem Kasachen arbeitete er schon 2007 zusammen) willkommen sein.
Armstrong will attackieren
Der stets von zwei Bodyguards umgebene Armstrong erhöhte zugleich den Druck auf seinen ihm in Feindschaft verbundenen Team-Kameraden Contador. "Wenn wir als Team vorne fahren, es windig und hügelig ist, und ich die Chance zur Attacke sehe, dann mache ich das", kündigte er an, verbunden mit der Einschränkung: "Ich folge nur der Team-Order." Am Schaltpult bei Astana sitzt mit Bruyneel sein Vertrauensmann, der auch bei seinen sieben Tour-Siegen Regie geführt hatte.
Der 26-jährige Contador, 2007 Tour-Sieger und 2008 Triumphator bei Giro und Vuelta, lauert sechs Sekunden hinter Rinaldo Nocentini auf den Sprung an die Tour-Spitze. Er weiß aber, dass seine Rivalen nur auf eine Schwäche warten. "Meine Beine dürfen mich nicht einmal einen Tag im Stich lassen. Das würden die Gegner ausnützen", erklärte der Spanier vor dem Ruhetag. "Diese Woche muss ich aufmerksam sein und den Rivalen keine Gelegenheit geben. Es kommen nun einige flachere Etappen, aber es wird schwierig."
Die meisten Profis nennen Contador als wahrscheinlichen Tour-Sieger, der Luxemburger Andy Schleck glaubt hingegen an Armstrongs Chance. "Er hat den Motor, um die Tour zu gewinnen. Wenn er einmal die Chance bekommt, Zeit herauszuholen, wird er sie nützen. Und dann wird er nur noch sehr schwer einzuholen sein."











