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    Zuletzt aktualisiert: 03.02.2013 um 12:13 UhrKommentare

    Aus für Österreich nach Pleite von Jürgen Melzer

    Jürgen Melzer hat in Astana nach einer enttäuschenden Leistung das Spitzenspiel gegen Andrej Golubjew im Erstrunden-Treffen gegen Kasachstan verloren. Melzer: "Im Endeffekt war mein Grundtempo zu langsam."

    Jürgen Melzer enttäuscht

    Foto © GEPAJürgen Melzer enttäuscht

    Österreichs Davis-Cup-Team muss nach einem Jahr Pause wieder gegen den Abstieg aus der Weltgruppe kämpfen. Jürgen Melzer hat am Sonntag in Astana das Duell der beiden Nummer-1-Spieler gegen Andrej Golubjew nach einem Satzgewinn letztlich klar mit 6:4,3:6,4:6,2:6 verloren. Kasachstan steht nach dem 3:1-Erfolg im Viertelfinale, Österreich spielt vom 13. bis 15. September gegen einen noch zu ermittelnden Gegner. Melzer konnte auch am Sonntag im National Tennis Centre vor rund 1.800 Zuschauern seine Bestform bei weitem nicht abrufen. Zwar schaffte er die 6:4-Führung auch dank doch aggressiverer Spielweise im Vergleich zum Freitag, am Ende musste er aber mit hängendem Kopf den Platz verlassen. "Das ist natürlich eine herbe Enttäuschung. Das habe ich mir sicher anders vorgestellt", erklärte Melzer, der als Nummer 30 der Welt eigentlich als klar bester Spieler des Länderkampfs erwartet worden war.

    "Jemand, der mit dem Tennis weniger zu tun hat, der mag das nicht verstehen, wie man gegen solche Leute verlieren kann. Aber Golubjew hat an diesem Wochenende sehr gut gespielt", sagte Melzer über den aktuell nur 187. der Weltrangliste, der schon einmal auf Platz 33 gestanden ist. Und der sich in der Davis-Cup-Atmosphäre wohl fühlt: Mit dem Erfolg über Österreichs Nummer 1 verbesserte er seine Einzelbilanz auf 13:4-Siege. Der 31-jährige Niederösterreicher, der nach seinem 27. Länderkampf für Österreich mit Rekordmann Alexander Antonitsch gleichgezogen hat, wollte auch der Leistung des Gegners Respekt zollen. "Man kann nicht nur sagen: 'Ich habe Scheiße gespielt', sondern man muss auch fairerweise sagen, dass die echt gut gespielt haben", sagte Melzer der APA - Austria Presse Agentur. Er selbst habe sicherlich nicht seine Höchstform gezeigt, was ihm auch in der Vergangenheit in der ersten Woche auf Sand selten gelungen sei. "Im Endeffekt war mein Grundtempo über das Wochenende zu langsam, das haben die ausgenützt."

    "Es war ein extrem enttäuschender erster Tag"

    Am Sonntag fiel wohl die Vorentscheidung im dritten Satz, als Melzer zwei Breakbälle zum 3:1 ungenützt ließ und selbst den Aufschlag zu Null zum 3:4 abgeben musste. Ein früher Service-Verlust im vierten Durchgang zum 1:2 war letztlich nicht mehr aufzuholen. Am Ende schaute für die Österreicher gegen die als Nummer 8 gesetzten Kasachen, deren Team aus vier gebürtigen Russen besteht, ein einziger Satzgewinn in drei Einzeln (das vierte wurde nicht mehr gespielt) heraus. "Da geht die Rechnung nicht auf, da werden wir keine drei Punkte für Österreich holen", konstatierte Davis-Cup-Kapitän Clemens Trimmel. Dabei hatte er nach dem Punkt im Doppel durchaus noch an den Sieg geglaubt. "Es war ein extrem enttäuschender erster Tag, am zweiten Tag sind wir zurückgekommen mit einer soliden Leistung im Doppel und ich habe das Team eingeschworen darauf, dass wir die Stärke haben, noch zurückzuschlagen."

    Enttäuscht war natürlich auch ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb, der sich von seiner Mannschaft, die von der Papierform her als Favorit nach Zentralasien gereist war, mehr erwartet hatte. "Vor allem die Art und Weise, wenn man in drei Singles nur einen Satz gewinnt, tut natürlich weh. Wir haben extreme Probleme gehabt, von der Grundlinie mit den Kasachen mitzuhalten", erklärte der Funktionär und Melzer-Manager. Melzer habe, so Leitgeb, in Astana "nicht zu seinem Konzept auf Sand gefunden". Der Traum vom zweiten Weltgruppen-Viertelfinale en suite ist ausgeträumt, nun muss man sich wieder bis zur Auslosung am 10. April gedulden, ehe man den Gegner für das Play-off kennt. Am Wochenende davor werden noch in den diversen Zonen unterhalb der Weltgruppe mögliche Kontrahenten ermittelt. Außerdem kommen auch die acht Erstrunden-Verlierer in den Auslosungs-Topf. Ob Österreich gesetzt wird, steht noch nicht fest.

    Quelle: APA

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