Österreich im Davis Cup in Kasachstan mit 0:1 zurück
Andreas Haider-Maurer unterlag zum Daviscup-Auftakt Andrej Golubjew glatt in drei Sätzen. Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer spielt derzeit gegen Jewgenij Korolew.

Foto © GEPAAndreas Haider-Maurer enttäuscht
Die Prognosen hinsichtlich der Unberechenbarkeit von Andrej Golubjew sind eingetroffen: So sehr sich Andreas Haider-Maurer auch bemühte, der 25-jährige Nummer-1-Spieler für Kasachstan war am Freitag im Auftaktmatch des Davis-Cup-Weltgruppenländerkampfs in Astana einfach besser. Haider-Maurer unterlag Golubjew nach 2:50 Stunden mit 6:7(2),3:6,6:7(5). Jürgen Melzer war im Anschluss gegen Jewgenij Korolew unter Zugzwang. "Ich bin davon ausgegangen, dass er ein guter Spieler ist, aber heute hat er einen sehr starken Tag erwischt", konstatierte Haider-Maurer. Dennoch war der Weltranglisten-107., der um 80 Plätze besser klassiert ist als Golubjew, mit seinem Auftritt nicht unzufrieden. "Ich habe eine solide Leistung gebracht. Er hat extrem stark serviert und bei den 'big points' immer sein bestes Tennis gezeigt."
"Es ist ihm alles aufgegangen"
Vor etwa 1.500 Zuschauern im National Sports Centre entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Match. Nach Breaks zum 3:2 für Golubjew und sofortigem Rebreak ging es ins Tiebreak, das der Hausherr nach 58 Minuten mit 7:2 für sich entschied. Als Golubjew in der weiteren Folge relativ rasch ein 6:3 sowie eine 4:2-Führung im dritten Satz nachlegte, sah es nach einem klaren Erfolg aus. Doch Haider-Maurer steckte nicht auf, verwandelte das 2:4 in ein 5:4 bzw. 6:5 und fand da sogar einen Satzball vor. Mit einem starken Aufschlag (insgesamt 15 Asse) wehrte Golubjew diese Gefahr ab und setzte sich letztlich auch im Tiebreak des dritten Durchgangs durch.
"Es ist ihm alles aufgegangen. Es ist halt bitter, dass er so einen Tag genau jetzt erwischt. Ich habe Satzball gehabt und auch im Tiebreak bei 5:5 kann alles passieren", haderte Haider-Maurer ein bisschen mit dem Verlauf. Mit einem prächtigen Vorhand-Volley-Stop hatte sich Golubjew aber zu diesem Zeitpunkt den ersten Matchball erarbeitet, den er auch gleich verwertete.
"Natürlich bin ich enttäuscht. Ich habe jetzt in drei Sätzen verloren, aber ich weiß genau, wenn ich das erste oder dritte Tiebreak gewinne, wäre noch alles möglich gewesen", sagte Haider-Maurer, der für das möglicherweise entscheidende Schluss-Einzel am Sonntag mit Korolew als Gegner rechnet. In dieser Form wird Golubjew am Sonntag auch für Jürgen Melzer ein sehr starker Gegner. "Mich überrascht es schon ein bisschen, dass er sich in so einer Form präsentiert. Ich habe ihn bei den Turnieren in letzter Zeit gesehen, anscheinend liegt ihm der Davis Cup extrem."














