Tennis-Superstar Rafael Nadal will Golfer werden
Superstar Rafael Nadal plant nach Olympia 2016 einen Wechsel ins Golf-Lager. Bleibt die Frage, ob der Wechsel in eine andere Sportart von Erfolg gekrönt sein kann.

Foto © ReutersRafael Nadal
Auf den ersten Blick erscheint die Meldung, dass Rafael Nadal laut eigenen Angaben das Tennis-Racket nach Olympia 2016 in Rio de Janeiro durch einen Golf-Schläger ersetzen und eine zweite Laufbahn als Golf-Profi einschlagen will, absurd. Aber: "Den einzigen Sport, den ich derzeit ausüben kann, ist Golf. Und es macht riesen Spaß", ließ der Spanier mit Handicap 7 erst kürzlich via Facebook inklusive Beweisfoto verlautbaren.
Seit der bitteren Zweitrunden-Niederlage in Wimbledon gegen Lukas Rosol hat der elffache Grand-Slam-Sieger wegen seiner anhaltenden Kniebeschwerden kein Turniermatch bestritten. Zwar konnten die behandelnden Ärzte, die auf Kinesitherapie, Hydrotherapie, Laser-Behandlungen und Schwimm-Einheiten setzen, eine Operation vermeiden, doch stehen die Chancen auf ein Comeback noch in diesem Jahr schlecht. Ja, sogar ein Antreten bei den Australian Open 2013 ist laut dem Superstar derzeit nicht fix.
Der 26-Jährige muss nicht das erste Mal in seiner Karriere wegen seiner lädierten Knie pausieren. Und die Prophezeiung vieler Experten, dass Nadals Tennis-Laufbahn aufgrund seines körperverschleißenden Spielstils eine kurze sein wird, scheint sich immer mehr zu bewahrheiten.
Bleibt die Frage, ob der Wechsel in eine andere Sportart von Erfolg gekrönt sein kann. Dass es möglich ist, haben schon einige Athleten bewiesen. Wie etwa die beiden ehemaligen Weltranglisten-Ersten Ivan Lendl und Jewgenij Kafelnikow, die nach ihrer Tennis-Karriere auch im Golf durchaus passable, wenn auch nicht herausragende Leistungen boten. Dies schaffte hingegen Eddie Eagan. 1920 holte der Amerikaner als Halbschwergewichtler bei den Sommerspielen in Antwerpen Olympia-Gold im Boxen, 1932 brauste er bei den Winterspielen in Lake Placid zu Gold im Vierer-Bob. Oder die Deutsche Christa Luding-Rothenburger, die 1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary jeweils olympisches Gold im Eisschnelllauf holte und 1986 in Colorado zu WM-Gold im Bahnradfahren strampelte.
Aus rot-weiß-roter Sicht sind die prominentesten "Überläufer" in Sachen Sport wohl Toni Fritsch (dreifacher Fußball-Meister mit Rapid und Super-Bowl-Triumphator mit den Dallas Cowboys) sowie Kathrin Gutensohn (acht Siege im Ski-Weltcup, zwei bei den Freestylern).














