"Fisch" angelt nach den Top 100
Gleisdorf spielt am Freitag (11 Uhr) zu Hause gegen Salzburg um den Einzug ins Bundesliga-Finale. Mit an Bord: Österreichs Nummer drei, Martin Fischer.

Foto © APAMartin Fischer
"Natürlich, der Papierform nach sind wir Favorit. Aber wie schnell etwas schiefgehen kann, haben wir letztes Jahr gesehen, als wir im Finale gegen Linz verloren haben", mahnt Martin Fischer. Der Vorarlberger schlägt heuer bereits das vierte Jahr für den TC Gleisdorf auf. Und die Star-Truppe von Mäzen und "Teilzeit-Playing-Captain" Herbert Jerich, die sich am Freitag (11 Uhr) vor eigenem Publikum im Halbfinale des Final-Four mit Salzburg matcht, kennt nur ein Ziel: den zweiten Bundesliga-Titel nach 2010.
Fischers bisherige Saison verlief wie ein Wechselbad der Gefühle. Auf Challenger-Ebene blieb dem 26-Jährigen der große Wurf bislang verwehrt. Besser lief es da schon bei den ATP-Turnieren: "In Gstaad hab' ich wie in Stuttgart die Qualifikation überstanden und lag in der zweiten Runde gegen Topspieler Tipsarevic bereits mit 6:4, 5:2 voran, ehe ich leider noch verloren habe. Diese Turniere haben mir gezeigt, dass zur Spitze hin nicht so viel fehlt", sagt Österreichs Nummer drei.
Nur auf Position 235
Umso ernüchternder die Tatsache, dass sich "Fisch", wie ihn seine Kollegen rufen, in der Weltrangliste derzeit nur auf Position 235 findet. Dabei sah es 2010 danach aus, als wäre ihm der Knopf aufgegangen. Erste bzw. zweite Runde in Paris und Wimbledon, Sieg in Oberstaufen, der beigesteuerte, alles entscheidende dritte Punkte beim 3:2 im Davis Cup über Israel und Platz 117 im Ranking. Aber: "Ich war damals auf diese Erfolge nicht vorbereitet. Plötzlich ging es von Null auf 100 - damit konnte ich nicht umgehen", blickt Fischer heute zurück.
Seit Mitte 2011 arbeitet der Österreicher nun mit einem Mental-Coach (Holger Fischer) zusammen. "Ich habe mich als Persönlichkeit weiterentwickelt. Und ich bin überzeugt, dass ich den Sprung unter die Top 100 noch schaffen kann."













