Tränen bei Andy Roddick - Roger Federer out
Andy Roddick, der seine Karriere nach dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres beendet, musste sich dem Argentinier Juan Martin del Potro 7:6 6:7 2:6 4:6 geschlagen geben. Federer ebenfalls out.

Foto © APAndy Roddick verlässt für immer den Court ...
Im Herren-Halbfinale der US-Tennis-Open wird es keine Neuauflage der Endspiele von Wimbledon und der Olympischen Spiele geben. Der schottische Olympiasieger Andy Murray zog zwar am Mittwoch in New York planmäßig ins Halbfinale ein, der Schweizer Wimbledon-Gewinner Roger Federer scheiterte jedoch in vier Sätzen am Tschechen Tomas Berdych. Die Damen-Halbfinali lauten Serena Williams (USA) gegen Sara Errani (Italien) und Wictoria Asarenka (Weißrussland) gegen Maria Scharapowa (Russland). Olympiasiegerin Williams geriet auch gegen die Serbin Ana Ivanovic nie in Bedrängnis (6:1,6:3) und hat als einzige Spielerin noch keinen Satz abgegeben.
Federer scheiterte an Berdych
Der Weltranglisten-Erste Federer musste sich Berdych nach 2:42 Stunden mit 6:7(1),4:6,6:3,3:6 im 16. Duell zum 5. Mal geschlagen geben, der Tscheche hat allerdings vier der jüngsten sieben Vergleiche gewonnen. Als Nummer 6 gesetzt, trifft der 26-Jährige nun in seinem ersten US-Open-Halbfinale am Samstag auf Murray. Das zweite Semifinale könnten zwei Wien-Teilnehmer bestreiten. Der Argentinier Juan Martin Del Potro, der Sieger von 2009, müsste allerdings zuvor den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic bezwingen, dessen Landsmann Janko Tipsarevic müsste den Spanier David Ferrer ausschalten. Der 17-fache Grand-Slam-Turniersieger Federer schied erstmals seit Wimbledon 2011 wieder im Viertelfinale eines Majors aus. Bei den US Open, die er von 2004 bis 2008 fünfmal gewonnen hat, war er zuletzt 2003 so früh gescheitert. Dennoch bleibt Federer auch nach New York die Nummer 1.
"Große Enttäuschung für mich"
Gegen den stark auftrumpfenden Berdych fand der 31-Jährige nie seinen Rhythmus und leistete sich insgesamt 40 unerzwungene Fehler. Selbst der gewonnene dritte Satz (nach 1:3-Rückstand) und die Unterstützung der 23.000 Zuschauer brachte Federer nicht die gewohnte Souveränität zurück. "Das ist eine große Enttäuschung für mich. Ich habe mich eigentlich gut gefühlt. Aber ich hätte mehr tun müssen und habe kein gutes Spiel gemacht", sagte Federer. Sein Bezwinger dagegen konnte sein Glück zunächst noch gar nicht so recht fassen. "Das Gefühl könnte nicht besser sein, ich habe es genossen", sagte der Weltranglisten-Siebente. Berdych hatte sein bisher einziges Grand-Slam-Finale vor zwei Jahren in Wimbledon u.a. auch nach einem Viertelfinalsieg über Federer erreicht und damals dessen Serie von sieben Final-Teilnahmen beendet. "Etwas von meinem Spiel behagt ihm nicht und bringt ihn aus seiner Komfort-Zone heraus", sagte der Wahl-Monegasse.
Vorjahressieger Djokovic profitierte bei einer 6:4,6:1,3:1-Führung von der Aufgabe des von einer Grippe geschwächten Schweizers Stanislas Wawrinka. Del Potro beendete mit seinem 6:7(1),7:6(4),6:2,6:4-Erfolg nach 3:15 Stunden die Karriere des US-Amerikaners Andy Roddick. Der 30-Jährige hatte das Turnier in Flushing Meadows 2003 gewonnen und seinen Rücktritt nach der heurigen Auflage angekündigt.
Roddicks Abschied
Unter Tränen verabschiedete er sich nach der finalen Niederlage von den Fans auf dem Center Court. "Ich weiß erstmals in meiner Karriere nicht, was ich sagen soll", erklärte Roddick in seinem letzten Platzinterview. "Ich habe es hier immer sehr genossen." Nach seinem einzigen Grand-Slam-Triumph hatte er noch vier Finali (Wimbledon 2004, 2005, 2009 und Flushing Meadows 2006) erreicht und war Mitglied des siegreichen US-Davis-Cup-Teams 2007.
Murray setzte sich nach schwachem Beginn (3:6,1:5-Rückstand) schließlich doch klar mit 3:6,7:6(4),6:2,6:0 gegen den Kroaten Marin Cilic durch. Mit seinem Sieg sicherte sich der Brite auch schon vorzeitig die Teilnahme an der ATP-WM der besten acht Profis des Jahres vom 5. bis 12. November in London. Murray qualifizierte sich als vierter Spieler nach Federer, Djokovic und dem derzeit verletzten Rafael Nadal.
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Roger Federer scheiterte an Berdych Foto © AP
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Serena Williams souveränFoto © Reuters
Ärzte schließen Operation bei Nadal aus
Die Ärzte von Tennis-Star Rafael Nadal (26) haben die Möglichkeit einer Operation zur Behandlung der Knieprobleme ausgeschlossen. Angel Ruiz-Cotorro, der Arzt des spanischen Verbandes, erklärte, Nadal könne im Oktober wieder mit dem Training beginnen. Der frühere Weltranglisten-Erste wird in den nächsten Wochen mit Kinesitherapie, Hydrotherapie und Laser behandelt. French-Open-Sieger Nadal hat seit seiner überraschenden Zweitrunden-Niederlage in Wimbledon Anfang Juni kein Turnier bestritten.















