Isner verlor um 2:26 Uhr und zertrümmerte sein Racket
Das US-Open-Match zwischen Philipp Kohlschreiber und John Isner endete erst um 2.26 Uhr früh. Der 2,06 m große US-Amerikaner war dabei so genervt, dass er seinen Schläger zertrümmerte.

Foto © ReutersJohn Isner
Im fünften Satz schoss er zunächst einen Ball wutentbrannt auf die Tribüne, anschließend behandelte er seinen Schläger auf dem Hartplatz-Boden bis zur Spieluntauglichkeit und kassierte sogar einen Punktabzug. "Es war toll. Ich habe gegen die Nummer eins von Amerika mein bestes Ergebnis hier geschafft. Ich bin überglücklich und will so lange bleiben, wie es geht", sagte der Deutsche, nachdem er seinen ersten Matchball genutzt und den US-Open-Rekord für die späteste Nachtschicht egalisiert hatte.
Am 4. September 1993 standen Mats Wilander und Mikael Pernfors in der zweiten Runde der Offenen Amerikanischen Meisterschaften schon einmal bis 2.26 Uhr auf dem Platz. "Ich war so gepusht von der Atmosphäre", berichtete Kohlschreiber später erschlagen und erleichtert. "Da wird man nicht müde, man schaut nicht auf die Uhr."
"Ich bin ganz zufrieden"
Maria Scharapowa tat sich in dem russischen Achtelfinal-Duell mit Nadja Petrowa zwischenzeitlich schwer. Als es 6:1,4:6,0:2 aus Sicht der French-Open-Siegerin stand, fing es an zu regnen und die Spielerinnen mussten in die Kabinen. Doch nach der etwas mehr als einstündigen Pause drehte Scharapowa die Partie und feierte einen 6:1,4:6,6:4-Erfolg. "Ich habe mich von der kleinen Schwächephase und von der Unterbrechung nicht irritieren lassen. Ich habe weitergekämpft. Ich bin ganz zufrieden", sagte die 25-Jährige. In ihrem ersten US-Open-Viertelfinale seit 2006 trifft sie nun auf die Französin Marion Bartoli.
Klarer Dreisatzsieg
Zuvor war Djokovic durch ein 6:3,6:2,6:2 gegen den Franzosen Julien Benneteau dem Top-Favoriten Roger Federer ins Achtelfinale gefolgt. Im Kampf um den Einzug in die Runde der besten Acht trifft der Weltranglisten-Zweite nun auf den Schweizer Stanislas Wawrinka. Federer bekommt es mit Mardy Fish aus den USA zu tun. Auch US-Publikumsliebling Roddick steht bei seinem letzten Turnier im Achtelfinale. Der 30-Jährige setzte sich mit 7:5,7:6 (1),4:6,6:4 gegen Fabio Fognini aus Italien durch. Der US-Open-Sieger von 2003 spielt nun gegen den New-York-Champion von 2009, Juan Martin del Potro aus Argentinien. Der frühere Weltranglisten-Erste Roddick wird nach den US Open zurücktreten.
Der Deutsche Philipp Kohlschreiber erreichte zum ersten Mal in seiner Karriere das Achtelfinale. Der Bayer setzte sich gegen den Weltranglisten-Zehnten John Isner aus den USA nach einer Nachtschicht mit 6:4,3:6,4:6,6:3,6:4 durch. Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres trifft Kohlschreiber nun auf den Serben Janko Tipsarevic. In der Damen-Konkurrenz kommt es im Viertelfinale zum Duell zwischen Vorjahressiegerin Stosur und der Weltranglisten-Ersten Asarenka. Die Weißrussin gewann 6:2,6:2 gegen Anna Tatischwili aus Georgien. Die 28-jährige Australierin Stosur setzte sich gegen die Britin Laura Robson mit 6:4,6:4 durch. Robson hatte bei der mit 25,526 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung in New York zuvor mit ihren Siegen gegen Kim Clijsters (Belgien) und Li Na (China) für Aufsehen gesorgt.
Knowle trumpft im Doppel auf
Im Doppel trifft Knowle mit Polasek nach einem Dreisatzerfolg gegen die als Nummer drei gesetzten Robert Lindstedt/Horia Tecau (SWE/ROM-3) auf das Duo Leander Paes/Radek Stepanek (IND/CZE-5). Am Montag könnte es Alexander Peya seinem im Jahr 2007 in New York triumphierenden Landsmann gleichtun und in die Runde der letzten acht vorstoßen. Der Wiener spielt mit dem Brasilianer Bruno Soares gegen Frantisek Cermak/Michal Mertinak (CZE/SVK).
Nicht mehr dabei ist Tamira Paszek. Mit Kerber mussten die in der ersten Einzelrunde gescheiterte Vorarlberger im Achtelfinale gegen das asiatische Duo Chia-Jung Chuang/Shuai Zhang mit 7:6(7),5:7,0:6 die Segel auch im Doppel streichen.














