Federer will mit Evert und Navratilova gleichziehen
Seit Wimbledon 2012 hält Federer bei 17 Major-Siegen und ist der mit Abstand beste Mann. Will er in der ewigen Grand-Slam-Siegerliste der Herren & Damen auf Platz vier vorstoßen, dann müsste er in New York Titel Nr. 18 holen.

Foto © GEPARoger Federer
Unabhängig vom Ausgang der am Montag beginnenden US Open: Bei den Herren bleibt Roger Federer die Nummer 1 der Tennis-Herren und auch Novak Djokovic behält Rang zwei. Sollte Olympiasieger Andy Murray zumindest das Endspiel erreichen, dann würde er den heuer wegen einer Verletzung fehlenden Rafael Nadal als neue Nummer drei ablösen.
Bei den Damen gibt es im WTA-Ranking in Flushing Meadows hingegen einen Dreikampf um den Tennis-Thron: Die aktuelle Nummer 1, Wiktoria Asarenka, könnte ihren Spitzenplatz mit einem Finaleinzug auf jeden Fall halten. Scheidet Asarenka spätestens im Viertelfinale aus, könnten entweder Agnieszka Radwanska mit einer Endspielteilnahme oder auch Maria Scharapowa mit einem Titel zur neuen Nummer 1 avancieren.
Seit Wimbledon 2012 hält Roger Federer bei 17 Major-Siegen und ist der mit Abstand beste Mann. Will er in der ewigen Grand-Slam-Siegerliste der Herren und Damen aber auf Platz vier vorstoßen, dann müsste er in New York Titel Nummer 18 holen. Dann wäre er ex aequo mit den Damen-Legenden Martina Navratilova und Chris Evert Vierter. An der Spitze liegen Margaret Court (24), Steffi Graf (22) und Helen Wills Moody (19). Übrigens: Damen-Topfavoritin Serena Williams, heuer Wimbledon-Siegerin und Olympiasiegerin, hält bei bisher 14 Major-Erfolgen.
Olympiasieger Andy Murray könnte mit seinem ersten Major-Titel gleich zwei Fliegen auf einen Schlag erledigen: Er wäre der erste Spieler überhaupt, der Olympia-Gold und die US Open im gleichen Jahr für sich entscheiden könnte. Gewinnt weder Novak Djokovic (Australian Open-Champion) noch Roger Federer (Wimbledon) gäbe es auch erstmals seit 2003 wieder vier verschiedene Grand-Slam-Sieger in einem Kalenderjahr. Paris-Sieger Rafael Nadal fehlt heuer. 2003 hatten der Reihe nach Andre Agassi, Juan Carlos Ferrero, Federer und Andy Roddick die Major-Triumphe gefeiert.
Schließlich könnte sich Roger Federer neuerlich in eine bemerkenswerte Liste eintragen: Er könnte sich zum zweiten Mal in das Ranking jener Spieler einreihen, die beim gleichen Major-Turnier zumindest sechs oder mehr Titel gewonnen haben. Federer, der heuer in Wimbledon mit Titel Nummer 7 mit Pete Sampras gleichgezogen hat, geht in Flushing Meadows auf seinen sechsten Triumph los. Auch Rafael Nadal hat heuer in Paris schon den 7. Sieg geschafft. Nur Bill Tilden hat in den 1920er Jahren ebenfalls 7 Titel (US Open) geschafft. Sechs Titel schafften auch noch Roy Emerson (Australian Open) und Björn Borg (French Open).













