"Einer meiner schönsten Momente"
Tamira Paszek bezeichnete den Erfolg über Caroline Wozniacki als einen ihrer wertvollsten. "Es war hier einer meiner schönsten Momente - die Atmosphäre, das Publikum war einfach ein Wahnsinn." Wie schon in Eastbourne war für sie auch nun das Mentale ein entscheidender Faktor, bei den Matchbällen gegen sich schaltete sie das Ergebnis einfach aus. "Ich habe einfach nur für den Moment gelebt und versucht, konzentriert zu bleiben", erläuterte sie ihr Erfolgsrezept.
Ihre dritte Partie bzw. der dritte Sieg gegen eine Top-Ten-Spielerin in Serie hatte auch für sie alles andere als den Charakter einer Auftakt-Partie. "Schade, dass wir schon in der ersten Runde zusammengekommen sind. Sie war eine Super-Kämpferin und hat mir nichts geschenkt", sagte Paszek. "Bei mir hat heute aber alles zusammengepasst." Mit diesem Gefühl will die 21-Jährige auch die zweite Runde gegen Alize Cornet in Angriff nehmen. "Da ändert sich gar nichts, egal wie die Gegnerin heißt."
Wozniacki warf sich nach der Partie nicht allzu viel vor. "Wir haben beide auf einem ziemlich hohen Level gespielt", sagte die Dänin. "Aber morgen erinnert man sich nur, wer gewonnen hat." Im Gegensatz zu früher hatte sie heuer schon öfter Dreisatzpartien verloren, nicht zum ersten Mal nach Matchbällen. "Es fehlt mir derzeit irgendwie das Glück. Aber Paszek kam als Eastbourne-Siegerin, sie hat an sich geglaubt." Da Wozniacki ein Achtelfinale zu verteidigen hatte, droht ihr im nächsten Ranking der Fall aus den Top Ten.
Die Partie gegen Wozniacki war übrigens in gewisser Weise eine Duplizität der Ereignisse. Denn im vergangenen Jahr war Paszeks Viertelfinale gegen die Weißrussin Wictoria Asarenka ebenfalls auf den Centre Court verlegt worden, wo die Partie unter dem wegen Regens geschlossenen Dach fortgesetzt wurde. Der wesentliche Unterschied aber ist, dass Paszek damals als 3:6,1:6-Verliererin vom Court gegangen ist. Diesmal ging sie als strahlende Siegerin, durfte als solche auch Autogramme schreiben.














