Erste Bank Open: Melzer fix, Tipsarevic fast
Das größte Tennisevent Österreichs ist bis 2014 finanziell abgesichert. Fix zugesagt hat bereits Melzer. Tipsarevic kommt fast sicher. Murray könnte eventuell auch aufschlagen.

Foto © GEPAHerwig Straka
Turnierdirektor Herwig Straka präsentierte am Donnerstag vier Monate vor den heurigen Erste Bank Open (13. bis 21. Oktober) neben dem Namenssponsor die Wiener Städtische Versicherung als weiteren Wirtschaftspartner für die nächsten drei Jahre. Auf dem Spielersektor gibt es außer Lokalmatador Jürgen Melzer aber keine fixen Teilnehmer.
"Es wird immer kurzfristiger - die Fans mit dem Karten kaufen und die Spieler mit ihren Entscheidungen", berichtete Straka bei einer Pressekonferenz von seinen in der vergangenen Woche bei im Rahmen der French Open gewonnenen Erfahrungen. "Janko Tipsarevic kommt jedoch fast sicher." Der aktuelle Achte der Weltranglisten soll bei seinen in Österreich lebenden serbischen Landsleuten das Interesse für das Turnier wecken.
Weg ist heuer beschwerlicher
Eigentlicher "Ticketseller" wird freilich wieder Melzer sein. Straka traut dem 31-Jährigen nach den Triumphen 2009 und 2010 durchaus einen dritten Coup zu: "Jürgen wird zwar älter, aber wenn er fit ist, kann er noch immer auf sehr hohem Niveau spielen." Österreichs Nummer eins selbst weiß, dass das kein Selbstläufer ist. "Der Weg zu meinem Home-Turnier ist heuer beschwerlicher als in allen Jahren davor."
Grundsätzlich erhofft sich Straka einen positiven Effekt davon, dass das Turnier eine Woche früher als in den vergangenen Jahren stattfindet und damit nicht am Nationalfeiertag. "Der Besuch beim Bundespräsidenten war zwar etwas Besonderes, aber zuschauermäßig war es kontraproduktiv." Ein Countdown für den Spieler-Einmarsch soll die Attraktivität weiter steigern. Die Ränge füllen neben den Lokalmatadoren aber nur große Namen.
Muster steht nicht im Raster
Das könnte eventuell Andy Murray sein. Der Schotte zeigte sich nicht uninteressiert, in einem Olympia-Jahr will sich aber kaum ein Spieler früh festlegen. Der argentinische Vorjahresfinalist Juan Martin del Potro überlegt. Der französische Titelverteidiger Jo-Wilfried Tsonga ist ebenso ein Thema wie das US-Duo John Isner und James Baker. Deren Landsleute Bob und Mike Bryan werden ihren Doppel-Titel hingegen definitiv verteidigen.
Der Name von Thomas Muster wird nach dessen 2011 vollzogenen sportlichen Abschied aus der Wiener Stadthalle hingegen definitiv nicht im Raster stehen. Österreichs Tennis-Held tritt dafür als Turnier-Botschafter auf. "Zu meinen Aufgaben zählt es, Dinge hinter den Kulissen zu besprechen", sagte der 44-jährige French-Open-Sieger von 1995. "Ich werde auch bei der Trainertagung sein und mich um den Breitensport kümmern."
Auch in eine neue Initiative die Ballkinder betreffend ist Muster involviert, wie auch Melzer. Denn Jugendliche ab 15 Jahren können sich ab (dem heutigen) Donnerstag unter http://www.spark7.com für die "Ballkids Challenge" anmelden, um bei den Casting-Terminen am 31. August und 7. September unter den den strengen Augen u.a. der beiden ÖTV-Größen dabei zu sein. Die Besten davon werden beim ATP-Turnier eingesetzt.
Mit dieser Aktion und auch durch die Erste Bank Open an sich sollen mehr Fans näher ans Tennis herangebracht werden. "Das Turnier ist sozusagen die Karotte, die wir den Fans vor das Gesicht halten", erklärte Straka und ÖTV-Vizepräsident und -Breitensport-Referent Franz Wohlfahrt argumentierte ähnlich. "Solche 'Flagship'-Events brauchen wir zum Imagetransfer und als Signalwirkung. Sie sollen die Impulse für den Sport setzen."













