Der Tennis-Opa als Teenager-Star
Der 34-jährige Tommy Haas lehrt in Paris die Gegner das Fürchten und gilt als sentimentaler Favorit. Die Nummer 112 der Weltrangliste ist mit seinen 34 Jahren der zweitälteste Spieler im Feld.

Foto © APATommy Haas
Ein britischer Journalist brachte es bei einer Pressekonferenz in Roland Garros auf den Punkt: "Tommy, Sie spielen neben Roger Federer das schönste Tennis auf der Tour." Doch Tommy Haas besticht nicht nur durch schöne Schläge, der Deutsche ist dabei auch noch erfolgreich. Mit einem glatten 6:3, 6:2, 6:2-Erfolg über den Ukrainer Stakhovsky zog der Hamburger mit steirischen Wurzeln (Vater Peter ist ein waschechter Grazer) als einziger Deutscher in Paris in die dritte Runde ein, wo er sich am Samstag mit Lokalmatador Richard Gasquet misst.
Haas, 2002 die Nummer zwei der Welt, liegt nach mehreren Operationen in der Weltrangliste nur noch auf Platz 112 und ist mit seinen 34 Jahren der zweitälteste Spieler im Feld. Und damit auch der sentimentale Favorit. "Tommy, Tommy!" rufen die Kids, als wäre der 12-fache Turniersieger ein Teenager-Star. Und Haas, der sich über die Qualifikation ins Hauptfeld arbeiten musste, fühlt sich auch wie in jungen Jahren: "Es ist ein großartiges Gefühl, noch so spielen zu können. Ich genieße jeden Moment und gebe das Letzte, was ich habe."













