Zwei Siege zum Auftakt
Im ersten Spiel am Davis-Cup-Wochenende gegen Russland rang Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer Igor Kunizyn mit 6:2,6:7(3),6:4,3:6,6:1 nieder. Andi Haider-Maurer stellte gegen Bogomolow auf 2:0.

Foto © GEPAAHM
Österreichs Davis-Cup-Team hat am Samstag im Doppel schon "Matchball" auf den ersten Viertelfinaleinzug in der Weltgruppe seit 1995. Andreas Haider-Maurer stellte am Freitagabend in der Arena Nova in Wr. Neustadt mit einem überraschenden 6:1,6:4,6:7(1),6:2-Sieg über Alex Bogomolow jr. im Länderkampf mit Russland die 2:0-Führung her. Der 24-jährige Niederösterreicher feierte bei seiner Heim-Premiere im Davis Cup nach 2:28 Stunden damit gleich einen Erfolg.
Die ÖTV-Truppe hat damit in den ausständigen drei Partien drei Möglichkeiten, den noch erforderlichen dritten Punkt zum Aufstieg in die Runde der besten acht Nationen der Welt zu holen. Schon am Samstag haben es Oliver Marach und Alexander Peya in der Hand, mit einem Sieg im Doppel den Russen den Gang ins Play-off zu bescheren. Sollte sich Österreich durchsetzen, dann trifft die Truppe von Neo-Kapitän Clemens Trimmel vom 6. bis 8. April entweder auswärts auf Spanien oder zu Hause auf Kasachstan.
Melzer machte den Anfang
Nach 4:04 Stunden stand Jürgen Melzer auf dem Platz und reckte einen Österreich-Schal in Richtung der 3.500 Fans in der Arena Nova. Die Erleichterung war Jürgen Melzer nach dem Auftaktmatch beim Davis-Cup-Weltgruppen-Treffen gegen Russland in Wr. Neustadt anzusehen. Melzer sorgte mit dem 6:2,6:7(3),6:4,3:6,6:1-Sieg über Igor Kunizyn für den so wichtigen ersten Punkt für die ÖTV-Auswahl.
"Ich bin überglücklich, dass es zu einem Sieg gereicht hat", meinte Melzer unmittelbar nach dem Match. "Die Stimmung war sensationell. Ein Riesendank ans Publikum, ohne die Fans hätte ich es nicht geschafft."
Das Match hatte für Melzer programmgemäß begonnen. Nach einem 16 Minuten dauernden Game schaffte er das erste und entscheidende Break zum 3:1. Im zweiten Satz hatte er bei 6:5 und 0:40 drei Bälle zur erlösenden 2:0-Satzführung. Doch Kunizyn zeigte einmal mehr seine mentale Stärke. "Da hat er fünf unglaubliche Punkte gespielt", erinnerte sich Melzer, der zähneknirschend das 1:1 in Sätzen hinnehmen musste.
Im dritten Durchgang gelang es Melzer nach Break und Rebreak, seinem Gegner neuerlich den Aufschlag zum 3:2 abzunehmen. Diesen Vorteil ließ er sich nicht mehr nehmen, musste Satz vier aber dann auch nach weiteren 40 Minuten abgeben. Erinnerungen an die US Open wurden wach, als Melzer in der zweiten Runde in New York gegen jenen Kunizyn eine 2:1-Satzführung noch vergeben hatte und in fünf Sets verloren hatte.
Vollgas im fünften Satz
Aber Österreichs Nummer 1 und Nummer 40 der Welt übernahm gegen den Weltranglisten-79. im letzten Satz von Beginn an das Kommando und stellte rasch auf 3:0. Bei 5:1, 30:30 befreite sich Melzer und servierte mit den Assen 22 und 23 zum Sieg aus.
Der Druck, der auf Melzer gerade in dieser Auftakt-Partie gelastet hatte, war groß. "Natürlich. Ich habe gewusst, ich muss diese Partie gewinnen, wenn wir den Länderkampf gewinnen wollen."














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