Bogomolow gibt gegen ÖTV sein Debüt
Russlands Davis-Cup-Kapitän Schamil Tarpischew hat das Quartett Alex Bogomolow Jr., Michail Juschni, Nikolaj Dawydenko und Igor Kunizin für das Duell mit Österreich nominiert. "Das ist eine Aufstellung, die mich nicht allzu sehr überrascht", erklärte dazu ÖTV-Kapitän Clemens Trimmel. Dimitri Tursunow als laut Weltrangliste derzeit drittbester Russe hat sein Antreten diese Woche in Zagreb wegen einer Verletzung abgesagt.
Für Bogomolow ist es sein Davis-Cup-Debüt. Erst am 2. Dezember hatte der aus Russland stammende Doppelstaatsbürger USA/Russland vom Davis-Cup-Komitee grünes Licht erhalten, für die Russen spielen zu dürfen. Als 35. ist der 28-Jährige derzeit der in der Weltrangliste höchstgereihte Spieler dieses Länderkampfs. Am Dienstag stieß er in Zagreb wie Juschni ins Achtelfinale vor, Jürgen Melzer hatte noch die Chance dazu.
Melzer sieht ausgeglichenes Duell
Der in Moskau geborene Bogomolow war als Kind mit seinen Eltern in die USA ausgewandert. Nach eigener Aussage hatte er für den nunmehrigen Wechsel dem US-Verband aus seiner Kassa 50.000 Dollar (37.948 Euro) zahlen müssen. Ziel des Profis ist es auch, im Sommer bei Olympia zu spielen. Da mit Mardy Fish, John Isner und Andy Roddick im Ranking ein US-Trio vor ihm liegt, wäre ihm das als US-Amerikaner nicht möglich.
Österreichs Nummer eins sieht die Ausgangslage ausgeglichen. "Bei den Australian Open haben auch die Russen nicht wirklich gut gespielt", wurde der 30-Jährige in einer ÖTV-Aussendung zitiert. Von den vier ins Team berufenen Spielern hatte nur Bogomolow den Sprung in Runde zwei geschafft. Melzer: "Wir werden dann sehen, wer mit der Tatsache am besten umgeht, dass alle relativ wenige Matches in den Beinen haben."













