Djokovic verletzt ins ATP-Finale
Nach einem tollen Tennis-Jahr fordert der Körper von Novak Djokovic seinen Tribut. In London ist der Serbe daher auch nicht der große Favorit. Diese Rolle übernimmt Roger Federer, der Tsonga bezungen hat.

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Dominanz ist, wenn man innerhalb eines Jahres in insgesamt 73 Matches 69 Mal als Sieger vom Platz stolziert. Diesen einmaligen Siegeslauf, wie in Novak Djokovic heuer auf den Center Courts dieser Welt hingelegt hat, stehen laut Adam Riese also nur vier Niederlagen gegenüber. Und nimmt man diese genauer unter die Lupe, bleibt unter dem Strich nur ein "echter" Umfaller. Dieser passierte dem Serben im Juni im Halbfinale der "French Open" gegen Roger Federer.
Überbelastung
Und die restlichen drei Niederlagen? Die fasste der Weltranglisten-Erste allesamt nach seinem Triumph bei den "US Open" aus. Also zu einem Zeitpunkt, wo Djokovics Körper nach zehn Turniersiegen (darunter drei Grand Slams und fünf Masters-Turniere) seinem Besitzer aufgrund chronischer Überbelastung den Vogel zeigte und in Streik trat. Vor allem die Schulter. Die Folge: Aufgabe unter Tränen im Daviscup-Halbfinale gegen Juan Martin del Potro in Belgrad, Semifinal-Niederlage gegen Kei Nishikori in Basel (inklusive 0:6-Klatsche im dritten Satz) und w. o. gegen Jo-Wilfried Tosnga vor dem Viertelfinale in Paris-Bercy. "Meine Saison war lange und ermüdend, jetzt lechzt mein Körper nach Erholung", ließ "Nole" danach verlauten.
Doch Djokovic, der am Montag beim "World Tour Finale" in London zum Auftakt auf Tomas Berdych trifft, ist nicht der einzige Topspieler, der unter dem straffen Turnierkalender leidet. Auch Rafael Nadal und Andy Murray hatten zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen und treten in London nicht zu hundert Prozent fit an. Ebenso wie Jürgen Melzer, der gerade erst eine Rückenverletzung auskuriert hat und am Montag im Doppel an der Seite von Philipp Petzschner gegen die top gesetzten Bryan-Brüder Bob und Mike erstmals zum Schläger greift. Nur gut, dass der ATP-Turnierkalender für 2012 um zwei Wochen verkürzt wurde und den Spielern somit mehr Luft verschafft.
Federer knackt Tsonga
Nachdem sich die Top drei also allesamt mit Wehwehchen plagen, gilt Roger Federer nun als erklärter Favorit für das Saison-Finale an der Themse. Und der Schweizer wurde dieser Rolle zumindest in seinem ersten Gruppenspiel gerecht, wies er doch den Franzosen Tsonga mit 6:2, 2:6, 6:4 in die Schranken.
Features
Weltranglisten
Jürgen Melzer hat sich in der am Montag veröffentlichten Tennis-Weltrangliste, in der er es in den Top Ten keine Veränderungen gegeben hat, um einen Platz verbessert und ist nun 33. Salzburg-Halbfinalist Andreas Haider-Maurer machte zwar 22 Punkte gut, blieb im Ranking aber auf Platz 126. Martin Fischer verbesserte sich um 20 Positionen an die 216. Stelle.
Fotoserie
Muster gewann Legenden-Miniturnier
Thomas Muster hat seinen Abschied vom Turnier-Tennis auf österreichischem Boden mit dem Sieg im Legenden-Miniturnier in Salzburg ausklingen lassen. Der Steirer setzte sich gegen den Franzosen Henri Leconte mit 6:4 (nur ein Satz gespielt) durch.














