Melzer und Benesova gewinnen Mixed-Bewerb
Jürgen Melzer hat seinen dritten Wimbledon-Titel erobert. Er gewann mit der Tschechin Benesova bei der 125. All England Championship den Bewerb im Mixed-Doppel mit einem klaren 6:3,6:2-Finalsieg über Bhupathi/Wesnina.

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Jürgen Melzer hat am Sonntag zum insgesamt dritten Mal eine Trophäe beim Tennis-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon gewonnen. Der Niederösterreicher holte sich nach seinen Triumphen im Junioren-Einzel (1999) sowie im Doppel (2010) auch den Sieg im Mixed-Bewerb. Gemeinsam mit seiner tschechischen Partnerin Iveta Benesova wurde die als Nummer vier gesetzte indisch-russische Paarung Mahesh Bhupathi/Jelena Wesnina in nur 51 Minuten mit 6:3,6:2 abgefertigt.
"Das Gefühl ist natürlich schön, neuerlich einen Wimbledon-Titel zu gewinnen. Jetzt würde nur mehr der ganz große fehlen, aber lassen wir die Kirche im Dorf", sagte der Niederösterreicher, dem "nur" noch der Sieg im Herren-Einzelbewerb zum persönlichen "Wimbledon-Slam" fehlt. 1999 hatte sich der Deutsch-Wagramer als 18-Jähriger mit dem Sieg im Junioren-Einzelbewerb zum ersten österreichischen Wimbledonsieger überhaupt gekürt. Im Vorjahr gewann er an der Seite des Deutschen Philipp Petzschner auf dem "heiligen Rasen" den Herren-Doppelbewerb.
Der Boden im All England Club werde jedenfalls immer fruchtbarer für Österreichs Aushängeschild. "Schön langsam wird das hier zu einem Platz, wo ich mich wirklich wohl fühle. Es waren zwei schöne Wochen im Mixed, ein Wimbledon-Sieg ist immer etwas Unglaubliches", meinte Melzer. Das Duo war im Endspiel ungefährdet, Melzer war der überragende Spieler. Das betonte auch Benesova: "Er war überall, es ist alles sein Erfolg", lobte die Tschechin ihren Tennis-Partner. Der gab das Lob gleich zurück. "Iveta hat sehr wenig dumme Fehler gemacht, war immer da", meinte Melzer.
"Unser bestes Tennis"
Im ersten Satz reichte ein Break zum 3:1 bei Aufschlag von Wesnina, im zweiten Durchgang wurde der Russin dann zum 2:1 und 5:2 gleich zwei weitere Male der Aufschlag abgenommen. Danach servierte Benesova mit einem "Love-Game" zum 6:2 aus. "Wir haben wirklich eine tolle Performance abgeliefert, gut harmoniert und beide unser bestes Tennis gespielt", resümierte Österreichs Nummer eins.
Der Erfolg der Paarung ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass es sich kurzfristig für eine gemeinsame Teilnahme entschlossen hatte. "Ich hatte im Vorfeld des Turniers wenig Matches und wollte daher spielen. Es hat sich alles etwas glücklich ergeben und jetzt sitzen wir als Champions da. Damit hat niemand rechnen können", sagte Melzer.
Es dürfte allerdings nicht der letzte gemeinsame Auftritt der Neo-Wimbledon-Mixed-Sieger gewesen sein. "Es hat Riesenspaß gemacht und man kann das sicher einmal wiederholen", blickte Melzer bereits in die Zukunft. Eines sei allerdings klar. "Wenn ich im Einzel und Doppel noch im Bewerb bin, werde ich kein Mixed spielen", fügte die Nummer elf der Einzel-Rangliste hinzu.
Im Einzel war Melzer bereits in der dritten Runde glatt am Belgier Xavier Malisse gescheitert. Als Titelverteidiger mit Petzschner war im Doppel im Viertelfinale gegen die späteren US-amerikanischen Sieger Bob und Mike Bryan Endstation.













