Kvitova fordert Scharapowa im Wimbledon-Finale
Eine Außenseiterin fordert bei ihrer Premiere in einem Grand-Slam-Finale eine wiedererstarkte Siegerin vergangener Tage - Maria Scharapowa.

Foto © APAMaria Sharapowa
Petra Kvitova und Maria Scharapowa stehen am Samstag um 14.00 Uhr im Endspiel der 125. All England Championships. Während es für die Tschechin der erste Triumph wäre, peilt die drei Jahre ältere Russin ihren zweiten Titel in Wimbledon an.
Scharapowa könnte mit ihrem insgesamt vierten Major-Triumph ihre langwierigen Verletzungsmisere auch definitiv vergessen lassen. Im Mai 2009 war Scharapowa nach neunmonatiger Pause wegen einer Schulteroperation bis auf Platz 126 zurückgefallen, ehe sie den langen Weg zurück antrat. In diesem Jahr scheint es nun wieder zu klappen. Nach dem Sieg in Rom erreichte das "Glamour Girl" der Tennisszene auch die Halbfinali in Indian Wells und Roland Garros und nun das Wimbledon-Endspiel. Auch wegen dieser neuen, alten Konstanz wird die 24-Jährige am Montag erstmals seit August 2008 wieder unter den Top-Fünf der Welt aufscheinen.
Beim 6:4,6:3 im Halbfinale gegen Deutschlands Aufsteigerin Sabine Lisicki offenbarte Scharapowa vor allem bei eigenem Aufschlag Schwächen (13 Doppelfehler), die sie aber mit ihrer Routine wieder wett machte. Erstmals seit 2004, als sie mit 17 Jahren die Trophäe holte, steht die im frühen Kindesalter von Sibirien nach Florida emigrierte Russin wieder im Endspiel. "Es ist einige Jahre her, dass ich so weit war. Das ist ein großartiges Gefühl", meinte die bestverdienende Sportlerin der Welt, die ohne Satzverlust ins Finale stürmte, nach vollbrachter Arbeit.
Kvitova hatte ihr bisher wichtigstes Finale durch ein 6:1,3:6,6:2 gegen die weißrussische Paszek-Bezwingerin Wictoria Asarenka erreicht. Die tschechische Weltranglisten-Achte, die bereits für das WTA-Turnier in Bad Gastein vom 9. bis 17. Juli genannt hat, war aufgrund ihrer Erfolge der letzten Monate mit Siegen in Brisbane, Paris Open und Madrid dem erweiterten Favoritenkreis zugerechnet worden. Dass es für das Finale reichte, überraschte trotzdem. "Es ist unglaublich, dass ich es geschafft habe", sagte die schüchtern wirkende Kvitova nach dem Match.














