Lisicki zog ins Wimbledon-Halbfinale ein

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Sabine Lisicki hat sich am Dienstag unter Blitz und Donner und dem durchsichtigen Dach auf dem Wimbledon-Center-Court erstmals für ein Grand-Slam-Halbfinale qualifiziert. Die 21-Jährige ist damit die erste Deutsche in der Vorschluss-Runde im All England Club seit Steffi Graf 1999. Die Berlinerin rang Marion Bartoli, die Nummer neun der Welt aus Frankreich, mit 6:4,6:7(4),6:1 nieder.
"Ich bin immer noch sprachlos. Ich kann es nicht glauben", meinte die überglückliche Lisicki beim Abgang vom Court, nachdem sie sich auch von drei vergebenen Matchbällen im zweiten Satz nicht vom Weg abbringen hatte lassen. "Ich war schon sehr enttäuscht, wie ich bei 5:4 im zweiten Satz gespielt habe. Aber ich habe gefühlt, dass ich heute die bessere Spielerin bin und mich dann im dritten Satz voll konzentriert."
Bereits ihr Zweitrundensieg über French-Open-Siegerin Li Na in einem hochklassigen Match hatte das enorme Potenzial Lisickis neuerlich gezeigt. Schon mit dem Titel in Birmingham hatte sie gezeigt, wie gut sie wieder in Form ist. In ihrem zweiten Viertelfinale in Wimbledon nach 2009 ließ sie nichts anbrennen. 275.000 Pfund Preisgeld, also umgerechnet 307.537 Euro, hat die in Bradenton/Florida lebende schon gewonnen, doch die Gesundheit nach langer Verletzung bedeutet ihr wohl weit mehr. Der Lauf an der Church Road garantiert ihr jedenfalls die Rückkehr unter die Top 30, derzeit liegt sie noch auf Platz 62.
Lisicki, die dank einer Wild Card im Hauptbewerb steht, trifft am Donnerstag auf die Siegerin des zweiten Viertelfinales unter geschlossenem Dach, die Russin Maria Scharapowa oder die Slowakin Dominika Cibulkova. Gegen 17.15 Uhr MESZ begann man endlich auch die Außencourts abzudecken, in der Hoffnung, dass eine Regenpause auch auf diesen Plätzen Matches zulässt.













