Der Traumlauf von Tamira Paszek geht weiter
Mit einem Dreisatz-Erfolg über Xenia Perwak zog Tamira Paszek in das Viertelfinale von Wimbledon ein und kehrt damit in die Top 50 zurück. Am Dienstag wartet Wiktoria Asarenka.

Foto © GEPATamira Paszek siegt und siegt
Ein kurzer Schrei, dann sank sie mit geballten Fäusten auf die Knie und strahlte Richtung Familie: Nach 138 nervenaufreibenden Minuten auf Court 14 hatte Tamira Paszek ein weiteres Kapitel ihres Tennis-Märchens in Wimbledon abgeschlossen und feierte zugleich den bislang größten Triumph ihrer Karriere. Denn mit dem 6:2, 2:6, 6:3-Erfolg über die Russin Xenia Perwak zog die Vorarlbergerin bei der 125. Auflage der All England Lawn Tennis-Championships erstmals in das Viertelfinale eines Grand Slams ein.
Asarenka als Favoritin
Damit ist die 20-Jährige nach Judith Wiesner (1996) erst die zweite Österreicherin, der dieses Bravourstück auf dem "Heiligen Rasen" gelang. Ob sie es als erste "Alpenrepublikanerin" in ein Major-Halbfinale schafft, entscheidet sich am Dienstag. Im Duell gegen die Weltranglisten-Fünfte Wiktoria Asarenka gilt Paszek, die die jüngste noch im Bewerb verbliebene Spielerin ist, jedoch als krasse Außenseiterin. Das bisher einzige Duell der beiden entschied die Weißrussin 2008 im Viertelfinale von Montreal mit 6:4, 7:5 für sich. Doch Asarenka zollt Paszek Respekt: "Tamira ist eine großartige Spielerin und zeigt hier tolle Resultate. Ich freue mich auf das Match mit ihr."
Paszek selbst konnte ihren sensationellen Lauf im Tennis-Mekka nach dem Sieg über Perwak zuerst gar nicht recht fassen: "Ich muss das erst einmal realisieren, aber es ist ein unbeschreiblich tolles Feeling." Ihre Match-Analyse: "Es war eine Partie, die ich eigentlich nicht verlieren sollte. Darum habe ich versucht, mir während des Matches vorzustellen, dass ich gerade bei irgendeinem Turnier ein Erstrundenmatch spiele."
Schwere Verkühlung
Dabei hatte die Dornbirnerin nicht nur mit Perwak, sondern auch mit einer Verkühlung, die sie bereits seit drei Wochen mit sich herumschleppt, zu kämpfen. "Bis zu der Nacht vor dem Schiavone-Match ging es relativ gut, dann bin ich mit extremem Husten und Schmerzen an den Bronchien aufgewacht. Die letzten zwei Tage ging es mir gar nicht gut."
Trotzdem ist die Österreicherin für das Viertelfinale guter Dinge: "Die Setzliste sind nur Zahlen. Ich werde versuchen, druckvoll zu spielen. Dann sehen wir, was dabei rauskommt." Dass Paszek am Dienstag gegen Asarenka spielen kann, zeigt, wie nahe im Sport Sieg und Niederlage beieinanderliegen. Denn in der ersten Runde war sie gegen die Japanerin Morita schon mit 5:7, 0:3 zurückgelegen. "Daran habe ich beim Duschen gedacht. Ich war mit einem Fuß schon draußen."
So aber steht sie in der Runde der letzten Acht. Die bisherige Belohnung: Neben den 154.746 Euro Preisgeld kassiert Paszek auch 500 WTA-Punkte, dank denen sie nächste Woche um Position 40 in der Weltrangliste aufscheinen wird.
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Tamira Paszek hat am Montag mit dem Einzug in das Viertelfinale in Wimbledon als insgesamt siebente Österreicherin diese Phase eines Majors erreicht. Sollte sie sich am Dienstag gegen die Weißrussin Wictoria Asarenka durchsetzen, wäre sie gar die erste ÖTV-Spielerin überhaupt im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.

















