Union Klagenfurt muss ohne Köllerer antreten
Der heimische Tennisverband hat Daniel Köllerer nun auch für nationale Bewerbe bis auf weiteres gesperrt. Weiters wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Foto © GEPA"Bad Boy" Daniel Köllerer
Es war eine Szenerie der Gegensätze: die Tennis-Bundesligamannschaft der Union Klagenfurt in ihren roten Trainingsjacken, Daniel Köllerer in schwarzem Polohemd und Jeans. So, als würde er nicht mehr dazugehören. Wenig später wurde aus der optischen Trennung eine vertragliche - der österreichische Tennisverband sperrte den 27-Jährigen bis auf Weiteres auch für nationale Bewerbe. Der Profi wird deshalb auch am Donnerstag nicht im Aufgebot der Union beim Bundesliga-Auftakt gegen Salzburg (11 Uhr, Union-Tennisplätze) stehen.
Einen Tag zuvor hatte die Tennis-Anti-Korruptionsbehörde (TIU) den Oberösterreicher wegen angeblich nachgewiesenen Spielmanipulationen lebenslang gesperrt. Der heimische Verband betonte, dass die Sperre "bis zur rechtskräftigen Entscheidung der TIU sowie eines ÖTV-Disziplinarverfahrens" aufrechtbleibe und für Köllerer bis dahin die Unschuldsvermutung gelte.
So emotional und ausfallend sich Köllerer mitunter auf den Courts dieser Welt zeigte, so gefasst wirkte er bei der Präsentation jenes Kaders, dem er eigentlich hätte angehören sollen: "Es tut mir für die Mannschaft leid. Ich werde alle Mittel ausschöpfen, um gegen diese Entscheidungen vorzugehen. Der österreichische Tennisverband ist eine Mafia."
Ambitioniert
Teamchef Markus Polessnig gab sich kämpferisch: "Wir haben mit Christophe Rochus einen Top-Spieler im Aufgebot." Der belgische Ex-ATP-Tour-Spieler und Jungstar Patrick Ofner sollen mithelfen, damit die "Mission Klassenerhalt" gelingt. Der im Vorjahr angestrebte Umbau in Richtung Nachwuchs wurde gebremst: "Wir würden es sofort machen, aber gegen unsere Gegner sind wir damit derzeit nicht konkurrenzfähig", sagt Polessnig.













