Schaller rief seinen Joker an
Nach der Absage von Andi Haider-Maurer wurde Stefan Koubek von Kapitän Schaller für den Daviscup-Schlager gegen Frankreich nominiert.

Foto © GEPAStefan Koubek wird alles geben
Einmal geht's noch leicht! 13 Jahre nach seinem ersten Daviscup-Auftritt bei der 1:4-Niederlage gegen Israel im April 1998 wird der 34-jährige Stefan Koubek noch einmal für Österreichs Team antreten. Eigentlich hatte der Kärntner im Vorjahr seinen Rücktritt aus dem Tennis-Nationalteam bekannt gegeben, "um den Jungen Platz zu machen". Doch am Sonntag sagte einer dieser Jungen, Wien-Finalist Andreas Haider-Maurer, für das prestigeträchtige Erstrundenduell mit Frankreich von 4. bis 6. März am Flugzeug-Hangar III in Schwechat ab. "Ich bin nach meiner Lungenentzündung körperlich noch nicht in der Lage anzutreten", sagte der 23-jährige Niederösterreicher, der sich besonders auf sein Heimspiel gefreut hatte.
Teamchef Gilbert Schaller reagierte umgehend und rief Stefan Koubek an. Der Kärntner sagte sofort zu. "Ich habe immer gesagt, dass ich als Joker Gewehr bei Fuß stehe, wenn Not am Mann sein sollte. Und so eine Situation ist jetzt eingetreten", sagte Koubek, der noch am Sonntag Trainingseinheiten mit Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer ausgemacht hat.
"Ein Heim-Daviscup, noch dazu in so einer außergewöhnlichen Location, ist etwas Großartiges. Sollte ich spielen, werde ich alles geben - auch wenn sie mich nachher vom Platz tragen müssen", gibt Koubek die Kampfparole aus.
Keine Garantie
Eine Antrittsgarantie gibt es nicht. "Das wäre auch nicht gut. Wir haben noch zwei Wochen Zeit. Man weiß nicht, was im Training passiert", meinte Koubek, der in Davicup-Heimspielen mit 17:8 eine sehr gute Bilanz aufzuweisen hat. Auch sein nunmehriger Konkurrent um den zweiten Einzelplatz, Martin Fischer, ist ja noch nicht voll fit.
Wie seine weitere Saison aussieht, ist für Koubek ziemlich offen. "Ich weiß nur, dass ich nicht 30 Turniere spielen werde. Sollte mein Ranking ausreichen, möchte ich zumindest die Qualifikationen bei den Grand Slams bestreiten. Und die Mannschaftstitel in Deutschland und in Österreich mit Gleisdorf zu verteidigen, ist mir auch sehr wichtig", sagt Teamplayer Koubek.













