Kronprinzen Murray und Djokovic um Melbourne-Titel

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Im Duell der Tennis-Kronprinzen geht es am Sonntag ab 9.30 Uhr im Finale der Australian Open um die Nachfolge des Schweizers Roger Federer. Das Match zwischen dem als Nummer drei gesetzten Serben Novak Djokovic und dem fünftgereihten Schotten Andrew Murray ist auch der Vergleich zweier Freunde.
Beide sind sie 23 Jahre alt, Murray lediglich exakt eine Woche älter. Vor Jahren schon waren sie beide als potenzielle Weltranglisten-Leader bezeichnet worden. Nun geht es für die beiden um eine der seltenen Möglichkeiten, einen Grand-Slam-Pokal zu holen. Federer und der spanische Weltranglisten-Erste Rafael Nadal sicherten sich in den vergangenen Jahren die meisten dieser Trophäen, nur etwa Djokovic eben vor drei Jahren durchbrach in "down under" diese Phalanx. Es ist sein bisher einziger Major-Triumph, Murray wartet nach bisher zwei Final-Teilnahmen auf seinen ersten.
"Rafa gegen Roger ist vielleicht das größte Duell in der Geschichte unseres Sports", sagte Djokovic am Samstag in Melbourne. "Doch es ist gut für das Tennis und die Zuschauer, dass es jetzt mehrere Spieler gibt, die die großen Turniere gewinnen können." Der Serbe hatte nach seinem Halbfinal-Erfolg gegen Federer einen Tag mehr Pause als Murray, dessen Halbfinalsieg gegen den Spanier David Ferrer 3:46 Stunden in Anspruch genommen hatte.
"Vielleicht ist das ein kleiner Vorteil", sagte Djokovic. Er gratulierte Murray nach dessen zweiten Finaleinzug in Australien en suite per SMS. Es ist das achte Duell der beiden, die bereits in der Jugend oftmals gegeneinander spielten und zur gleichen Zeit den Sprung auf die ATP-Tour schafften. "Es ist schon lustig, dass wir uns jetzt in einem Grand-Slam-Finale gegenüberstehen", sagte Murray, der die jüngsten drei Vergleiche gewann. Der letzte Djokovic-Sieg liegt knapp drei Jahre zurück.
Murray würde im Falle eines Sieges nicht nur seinen ersten Major-Titel feiern, sondern die stolze Tennis-Nation Großbritannien aus jahrzehntelanger Tristesse befreien. Der bisher letzte Brite, der ein Grand- Slam-Turnier gewann, war Fred Perry 1936 bei den US Open. Im vergangenen Jahr verlor Murray im Finale gegen Federer jedoch glatt mit 3:6, 4:6, 6:7(11).













