Eine Oma aus Amerika ist Jürgens größter Fan
"Sie hat eine eigene Fangemeinde aufgebaut und auch hier in Australien hat sie jemanden, der ihr dann Fotos schickt. Beim Turnier in Cincinnati ist sie immer dabei und übergibt mir ihr Buch", erzählt Melzer über seinen Super-Fan.

Foto © APAJürgen Melzer
Mach's noch mal, Jürgen! Mit dem exakt gleichen Ergebnis wie in der ersten Runde - 6:2, 6:4, 6:2 - bezwang Jürgen Melzer auch seinen Zweitrundengegner bei den Australian Open, den Spanier Pere Riba (ATP-Nr. 71). Ob sich noch einmal ein so klarer Erfolg ausgeht, ist zumindest fraglich, denn in der dritten Runde wartet ein größeres Kaliber: Marcos Baghdatis. Der Zypriote bezwang den früheren US-Open-Sieger Juan Martin del Potro mit 6:1, 6:3, 4:6, 6:3.
Melzer und Baghdatis haben noch nie gegeneinander gespielt. Der Niederösterreicher zeigt einigen Respekt vor dem Australian-Open-Finalisten von 2006. "Er ist einer, dem ich gerne zuschaue. Er spielt attraktives Tennis, ist meistens sehr positiv und lacht viel", sagt Melzer. "Ich glaube nicht, dass er so schnell spielt, dass ich extreme Probleme damit bekomme. Er spielt flach und das mag ich eigentlich", gab Melzer einen Ausblick. Mit seiner eigenen Leistung gegen Riba konnte er zufrieden sein, vor allem sein Service war deutlich verbessert. "Es ist aber auch leichter, wenn man ein bisschen etwas sieht", meinte Österreichs Nummer eins. Im Gegensatz zu seiner ersten Partie stand die Sonne um 17.30 Uhr Ortszeit nicht mehr so hoch am Himmel über Melbourne.
In der Partie gegen Baghdatis, dem er noch nie wettkampfmäßig gegenüberstand, wird Melzer auch gegen einen Großteil des Publikums spielen. Baghdatis hat sich nicht nur mit seiner großartigen Leistung 2006 in die Herzen der Fans gespielt. Vor allem die große Abordnung an Griechen hält ihm die Daumen, kommt Baghdatis doch aus dem griechischen Teil Zyperns.
Jürgens Super-Fan
Doch auch Jürgen Melzer hat mittlerweile viele Fans. Über einen ganz besonderen erzählte er nach seiner Partie. "Es gibt eine 75-jährige Dame aus dem US-Bundesstaat Arkansas, die seit 2004 alles über mich sammelt und jedes Jahr ein eigenes Buch zusammenstellt", sagt Melzer. "Sie hat eine eigene Fangemeinde aufgebaut und auch hier in Australien hat sie jemanden, der ihr dann Fotos schickt. Beim Turnier in Cincinnati ist sie immer dabei und übergibt mir ihr Buch", erzählt Melzer über seinen Super-Fan.
Grund zum Jubeln hatte auch der Grazer Oliver Marach, der mit seinem polnischen Doppelpartner Lukasz Kubot dank eines 6:3, 6:3 über Brunström/Huss. Im Einzel ließen die Favoriten wie Rafael Nadal, Andy Murray, Robin Söderling bzw. Kim Clijsters nichts anbrennen, lediglich Vera Swonarewa hatte etwas Mühe.














