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Zuletzt aktualisiert: 18.01.2011 um 12:34 UhrKommentare

Höchststrafe für Russin Safina

Die Belgierin Kim Clijsters blamierte die Russin Dinara Safina mit einem 6:0,6:0 in nur 44 Minuten. Nadal und Murray profitierten in Melbourne von Aufgaben. Und mit Ivanovic verabschiedete sich noch eine Ex-Nummer eins vorzeitig.

Kim Clijsters

Foto © APKim Clijsters

Nur 46 Minuten hat Rafael Nadal am Dienstag bei den Australian Open benötigt, ehe er den ersten von sieben nötigen Schritten in Richtung "Rafa Slam" absolviert hatte. Der topgesetzte Spanier profitierte aber beim Stand von 6:0,5:0 auch von der Aufgabe des Brasilianers Marcos Daniel wegen einer Knieverletzung. Andy Murray, ein möglicher Achtelfinal-Gegner von Jürgen Melzer, musste sein Match gegen Karol Beck ebenfalls nicht fertig spielen, der Slowake gab bei 3:6,1:6,2:4 auf. Ein zweiter Australian-Open-Titel für Nadal würde ihn zum ersten Mann nach mehr als vier Jahrzehnten machen, der alle vier Grand-Slam-Titel gleichzeitig hält. Der Spanier war voll des Mitgefühls mit seinem Gegenüber, schließlich kennt er Schmerzen im Knie besser als ihm lieb ist. "Er wollte nicht aufgeben und hat sein Bestes versucht." Sein Spiel selbst konnte Nadal an diesem Tag nicht wirklich einstufen. "Ich habe ganz gut gespielt, aber der Aufschlag hätte etwas besser sein können."

2:47-Stunden-Schlacht

Ähnlich leicht lief es für die US-Open-Siegerin und Nummer drei des Turniers, Kim Clijsters. Die Belgierin blamierte die Russin Dinara Safina mit einem 6:0,6:0 in nur 44 Minuten. Und mit Ana Ivanovic verabschiedete sich noch eine Ex-Nummer 1 vorzeitig, allerdings wesentlich überraschender und wesentlich umkämpfter. Die Linz-Siegerin musste sich nach einer 2:47-Stunden-Schlacht der Russin Jekaterina Makarowa mit 6:3,4:6,8:10 geschlagen geben. Die Serbin, die im Vorfeld von einer Bauchmuskelzerrung beeinträchtigt war, ließ dabei eine 3:1-Führung im letzten Satz ungenützt. Wie auch Nadal musste Vorjahresfinalist Andy Murray keinen Matchball spielen. Doch den Schotten beschäftige fast mehr, dass sein im Doppel engagierter Bruder Jamie im Training einen "Todesfall" verursachte. "Er hat beim Aufschlagtraining ein Spatzenbaby getroffen. Ich glaube, er hat es getötet. Ich hoffe, er hat es nicht absichtlich gemacht. Das war ein ziemlich traumatischer Start in den Tag", scherzte Murray.

Robin Söderling, der mit seinem Turniersieg in Brisbane zum Jahresauftakt Murray im Ranking überholt hat und aktuelle Nummer 4 der Welt ist, kam gegen den Italiener Potito Starace erwartungsgemäß in drei Sets weiter. "Ich habe vor niemanden Angst, aber gleichzeitig fürchte ich alle", ließ der Schwede einen inneren Konflikt erkennen. Gerade in Melbourne hat es der zweifache French-Open-Finalist noch nie über die zweite Runde hinaus geschafft. "Ich weiß, wenn ich gut spiele, kann ich jeden schlagen. Aber ich muss auch wirklich gut spielen und vergangenes Jahr war das nicht so und ich habe gleich zum Auftakt verloren." In drei Sätzen weitergekommen ist auch die Nummer zehn der Herren, Michail Juschnij. Der Russe ist ja direkter Gegner von Jürgen Melzer im Kampf um Platz zehn im Ranking. Juschnij bezwang mit Marsel Ilhan den einzigen türkischen Weltklassespieler 6:2,6:3,7:6.

Polizei ist vorgewarnt

Mittlerweile hat sich die Turnierleitung für Mittwoch in Sachen Sicherheit besonders auf ein Match eingestellt: Das Aufeinandertreffen zwischen dem als Nummer drei gesetzten Serben Novak Djokovic und dem Kroaten Ivan Dodig gilt wegen der bekannt enthusiastischen Anhänger beider Länder als gewisses Risiko. In den vergangenen Jahren war es immer wieder bei solchen Paarungen zu sehr unschönen Szenen in Australien gekommen. Massenraufereien zwischen serbischen, kroatischen und bosnischen Fans waren keine Seltenheit. Die Polizei ist vorgewarnt. Djokovic hat im Vorfeld die Fans beider Lager zu gutem Benehmen aufgerufen. "Wir sind abseits vom Platz alle sehr gute Freunde, alle serbischen und kroatischen Spieler. Unsere Länder hatten in der Vergangenheit Probleme, aber das betrifft uns nicht. Wir sind Athleten", sagte Djokovic. Am Montag waren immerhin 47 Menschen wegen rüden Benehmens aus der Anlage geworfen worden.

Im sogenannten "Grand-Slam-Oval" - einem Entertainment-Bereich zwischen den beiden größten Stadien der Anlage - gibt es u.a. auch einen riesigen, stark frequentierten Biergarten. An ein Alkoholverbot aus Sicherheitsgründen ist bei den Australiern aber nicht zu denken.


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Foto © APA

Dinara Safina bitter enttäuschtFoto © APA

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