Melzer und Marach beim Londoner Doppel-Masters
Ab Sonntag geht beim ATP-World-Tour-Finale in London der Bewerb der acht besten (Doppel-)Tennis-Spieler in Szene.

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Mit Wimbledonsieger Jürgen Melzer, der an der Seite des Deutschen Philipp Petzschner antritt, und Oliver Marach (mit dem Polen Lukasz Kubot) hat Österreich beim Saison-Abschluss in der O2-Arena gleich zwei heiße Eisen im Feuer. Marach ist schon zum zweiten Mal in Folge qualifiziert.
Den Turniersieg hatte Melzer, der als Elfter der Einzelweltrangliste als Erster nach Emilio Sanchez vor 20 Jahren fast das "Double" schaffte, durchaus frech als Ziel genannt, was er in seinem Blog auf www.tennisnet.com so begründete: "Ich denke, dass alle acht Teams dort oben ungefähr die gleichen Chancen auf den Titel haben - mit Ausnahme vielleicht der Bryans, die ich als leichte Favoriten sehe", erklärt Melzer.
Wir sind wahrscheinlich das außergewöhnlichste Paar im Feld: Wir sind die einzigen, die keine reinen Doppel-Spezialisten sind, haben mit großem Abstand die besten Einzel-Rankings, sind - ohne überheblich klingen zu wollen - die besten Tennisspieler im Feld", schreibt Melzer in seinem Blog. Doch der Erfolg werde vom Aufschlag abhängen, vom Return her seien er und sein deutscher Partner gefährlich.
Die Zielsetzung: Als Gruppenzweite hinter den Bryans ins Halbfinale aufsteigen. Daher sei ein Sieg im Auftaktmatch gegen die US-Amerikaner kein Muss. Melzer freut sich sehr auf das neue Erlebnis Masters: "Bisher hab ich nur davon gehört, wie mega dort alles aufgezogen ist, dass die Spieler mit dem Schiff zur Anlage fahren, nun darf ich das selbst erleben."
Österreichs Tennis ist mittlerweile seit Jahren im Herren-Doppel konstant in der absoluten Weltklasse vertreten. 2007 erreichte Julian Knowle nach seinem Titel bei den US Open an der Seite des Schweden Simon Aspelin als erster ÖTV-Spieler überhaupt das ATP-World-Tour-Finale und zog damals sensationell in Shanghai sogar ins Endspiel ein. Im Vorjahr waren Kubot/Marach trotz zweier Gruppensiege nur knapp am Aufstieg gescheitert und heuer sind sogar in beiden Gruppen Österreicher vertreten.













