Tennis-Ass Jürgen Melzer fordert Spanier Ferrer
Nach einem Freilos in der ersten Runde besiegte der Niederösterreicher den Kolumbianer Giraldo mit 6:3 7:6. Heutiger Gegner im Achtelfinale ist der Spanier David Ferrer.

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Nicht ganz so locker wie erhofft ist am Mittwoch für Jürgen Melzer sein Auftakt-Match beim Pariser ATP-1000-Tennisturnier verlaufen, Österreichs "Sportler des Jahres" zog aber gegen den kolumbianischen Qualifikanten Santiago Giraldo letztlich doch recht sicher mit 6:3,7:6(6) ins Achtelfinale ein. Nächster Gegner ist der Spanier David Ferrer.
Melzer hatte seinen schon in deren ersten Duell heuer in Cincinnati in zwei Sätzen bezwungenen Gegner im ersten Durchgang gut im Griff. Nach dem Verwerten seiner sechsten Breakchance zur 4:2-Führung servierte er aus. Mit dem Durchbrechen des gegnerischen Aufschlags zum 2:1 im zweiten Satz schien die Vorentscheidung gefallen, doch Giraldo gelang das Rebreak zum 4:4. Bei 5:5 ließ Melzer Breakchancen aus, im Tiebreak saß jedoch nach insgesamt 97 Minuten Melzers zweiter Matchball.
Weg ist hart und steinig
Durch diesen Erfolg wahrte der Deutsch Wagramer seine Chance auf die Einzel-Qualifikation für das World-Tour-Finale in der übernächsten Woche in London. Seine Möglichkeit dafür ist aber minimal, da Andy Roddick gegen den Finnen Jarkko Nieminen ebenfalls ins Achtelfinale einzog. Besiegt der US-Amerikaner auch den Letten Ernests Gulbis, kann Melzer selbst beim Titelgewinn in Paris nicht mehr in die Top Acht der Jahreswertung einziehen. Der Weg zu seinem ersten Titel dieser Turnierkategorie ist für den Weltranglisten-12. aber ohnehin noch sehr hart und steinig. Der auf Position sieben gereihte Ferrer kam aus Valencia mit einem Turniersieg in die französische Hauptstadt. Der 28-Jährige ist auch noch nicht für das World-Tour-Finale qualifiziert, auch wenn er sehr nahe dran ist. Sollte Melzer diese Hürde nehmen, würde im Viertelfinale wohl Roger Federer warten.
Beim Match gegen den topgesetzten Schweizer hätte Melzer neben der Chance auf einen erstmaligen Erfolg gegen den Rekordsieger an Grand-Slam-Turnieren noch eine andere besondere Motivation, würde er dann doch noch heuer erstmals in die Top Ten einziehen. Das wäre bei einem Halbfinal-Einzug in Paris fix. Den Russen Michail Juschnij würde er dann im Ranking schon am nächsten Montag überholen, dessen Landsmann Nikolaj Dawydenko spätestens nach der London-Woche. In der britischen Metropole wird Melzer ja auf jeden Fall aufschlagen, ist er doch mit dem Deutschen Philipp Petzschner dank Wimbledon-Titel und heuer garantiertem Top-20-Ranking in der Team-Wertung schon qualifiziert. Am Mittwoch gesellte sich mit Oliver Marach ein zweiter Österreicher zum erlesenen Doppel-Feld, der Steirer buchte gemeinsam mit dem Polen Lukasz Kubot durch ein 6:0,6:3 im Achtelfinale gegen die Spanier Nicolas Almagro/David Marrero sein Finalturnier-Ticket.
Damit ist das in Paris als Nummer vier gesetzte Paar nicht mehr aus den Top Sieben der Jahreswertung zu verdrängen, um das Pariser Halbfinale geht es am Freitag gegen den Tschechen Frantisek Cermak und den Slowaken Micha Mertinak (8). Erstmals sind zwei Österreicher beim Doppel-Finalturnier einer Saison dabei. Für Marach ist es das zweite Antreten nach 2009, als er mit Kubot trotz zweier Siege in der Vierer-Vorgruppe den Halbfinal-Einzug knapp verpasst hatte.














