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    Thiem, der "Bub" ohne Nerven Top Ten der Herren in dritter Runde der US Open Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Tennis Nächster Artikel Thiem, der "Bub" ohne Nerven Top Ten der Herren in dritter Runde der US Open
    Zuletzt aktualisiert: 04.09.2010 um 12:15 UhrKommentare

    Jürgen Melzers Manager im Interview

    Ronnie Leitgeb ist seit Wimbledon 2009 Manager und Mental-Coach von Jürgen Melzer. Das damals gesetzte erste Ziel, eine Top-20-Platzierung und Einzug in ein Grand-Slam-Viertelfinale ist bereits gelungen.

    Ronnie Leitgeb

    Foto © GepaRonnie Leitgeb

    Leitgeb, der frühere Manager von Thomas Muster, der auch mit Nikolaj Dawydenko eng zusammenarbeitet, äußerte sich in New York im Interview mit der APA - Austria Presse Agentur zu Melzers Top-Ten-Chancen, den neuen Plänen, Anfang August in Kitzbühel ein ATP-Turnier zu veranstalten und auch zum ÖTV.

    APA: Hat Ihr Schützling nach den anstrengenden Fünf-Satz-Partien noch Steigerungsmöglichkeiten?

    Leitgeb: "Ich glaube, dass er von Match zu Match besser wird. Ich bin schon auch der Meinung, dass es nicht die überragenden Leistungen waren, aber im Profitennis zählt am Ende der Sieg und wenn man solch schwierige Partien unter schwierigen Verhältnissen umdrehen und gewinnen kann, ist das schon toll. Das gibt ihm Selbstvertrauen. Er hat bewiesen bei den Grand Slams, dass er Partien, wo er deutlich im Rückstand ist, doch noch drehen kann. Es ist nicht das erste Mal im vergangenen Jahr. In seiner Gesamtentwicklung ist das ein großer Sprung nach vorne. Darum geht es im Profitennis, dass Du Dich auch an schlechten Tagen in ein Turnier hineinspielen kannst."

    APA: Er hat seine ursprünglich schlechte Fünf-Satz-Bilanz klar verbessert, hat nun 12:10-Siege zu Buche stehen.

    Leitgeb: "Der Klick, den er in seinem Kopf hat, dass er sich noch einmal zurückbeißt und alles versucht, mit dem Ziel, sich nicht vorwerfen zu können, er hätte in einer Partie nicht alles versucht. Das ist für mich der Arbeitstitel in einem Grand-Slam-Turnier, dass man sagt, wenn man nach Hause fährt, man hat alles versucht."

    APA: Ist dies nun eine entscheidende Phase, gerade weil die Hartplatz-Saison nicht so gut begonnen hat?

    Leitgeb: "Absolut, und es kommt noch einmal eine Saison, die für ihn sehr gut ist: die Indoor-Saison. Dann wird zusammengezählt. Das schwierigste ist halt, immer zu variieren, zwischen dem kleinen Bild, dem nächsten Match, und dem Gesamt-Bild."

    APA: Was ist für Jürgen heuer noch drinnen?

    Leitgeb: "Wenn die Hallen-Saison halbwegs gut funktioniert, an die Top Ten anzuklopfen, oder die Top Ten zu schaffen, wäre ein Traum. Das ist mehr als wir uns als Jahresziel gesteckt haben. Ich habe immer gesagt, dass ich möchte, dass er heuer unter die ersten 20 kommt. Dieses Ziel haben wir erreicht und das können wir jetzt solide absichern."

    APA: Das ATP-Turnier in Kitzbühel ist für Sie Vergangenheit. Nun soll es einen neuen Versuch geben. Was halten Sie davon?

    Leitgeb: "Es war ja schon in meinem Programm, als ich letztes Jahr Kitzbühel gemacht habe, habe ich die Vorarbeit geleistet, um diesen Wechsel in diese Washington-Woche zu machen. Ich hatte eine Frist, ob ich diese Lizenz haben möchte. Ich habe dann mit allen Spielern gesprochen, die für mich interessant und relevant sind, und die haben mir eigentlich alle abgeraten, diese Lizenz zu nehmen, weil sie gesagt haben: kein Geld der Welt kann sie dazu bewegen, in der Woche vor den Canadian Open dort zu spielen und vor allem primär meine beiden Topspieler, Jürgen Melzer und Dawydenko. Damit war das Thema für mich gegessen, denn wenn ich nicht einmal meine eigenen Spieler motivieren kann, dann hat das keine große Chance."

    APA: Und wenn man ein Hartplatz-Turnier daraus machen würde?

    Leitgeb: "Das ist mit dieser (Warschau-Anm.)Lizenz nicht möglich. Das war auch die Vereinbarung mit Washington, Washington hat nur zugestimmt zu dieser Woche, wenn es auf Sand bleibt."

    APA: Das Turnier macht für Sie also keinen Sinn?

    Leitgeb: "Wenn der Kitzbüheler Tennisclub diese doch sehr deutliche Lizenzgebühr aufbringt und das Budget aufstellt, dann soll es mir Recht sein, weil jedes Turnier in Österreich, das funktioniert, ist gut. Nur, für Top-Niveau ist die Woche einfach nicht geeignet. Und das ist das große Problem. Ein Turnier, ohne die Nummer 1 in Österreich oder ohne einen Top-Ten-Spieler wirklich zu einem Kassen-Magneten zu machen, wird schwer sein."

    APA: Ihr zweiter Schützling Nikolaj Dawydenko hat in der Pressekonferenz (nach seinem Zweitrunden-Aus - Anm.) gesagt: Er weiß nicht, ob er einen Coach oder einen Mental-Coach braucht oder ob er sich einfach das Hirn auswechseln lassen muss. Was ist mit ihm los?

    Leitgeb: "Die erste Mental-Coach-Sitzung hat er heute früh schon zwei Stunden lang gehabt, wir haben jetzt das mentale Programm für den Herbst festgelegt. Er ist der große Pechvogel, weil er letztes Jahr die Verletzung hatte. Er konnte drei Monate nicht spielen und kam trotzdem ins Masters. Wenn er heuer eine durchschnittliche Sandplatz-Saison gespielt hätte, wäre er wahrscheinlich Nummer 3 oder 4 im Moment. Sein Ziel heißt, im Herbst schauen, wieder zu Kräften zu kommen. Er hat in der ersten Jahreshälfte 2011 nichts zu verteidigen. Ich bin der Meinung, ein Dawydenko hat immer das Potenzial, wieder unter den ersten 10 zu sein, sonst wäre er nicht sieben Jahre dort gewesen."

    APA: Zurück in die kleinere Tennis-Welt in Österreich - Der ÖTV ist zuletzt, auch von Ihnen, sehr kritisiert worden. Was ist denn tatsächlich in Zukunft vorstellbar. Ist es für Sie noch ein Thema?

    Leitgeb: "Eine Funktion im ÖTV ist für mich kein Thema. Ich habe mich einige Jahre versucht einzubringen, aber gemerkt, dass es nicht mit offenen Armen willkommen ist, sondern eine reine Beschäftigungs-Therapie vom Professor Wolner (Präsident-Anm.) war. Für eine Beschäftigungstherapie bin ich nicht 30 Jahre um die Welt gefahren und lebe noch immer in dieser Tennis-Welt. Wenn man die Zeichen der Zeit im ÖTV nicht erkennt, dann wird sich da nichts entwickeln."

    Gerald Widhalm

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