Melzer gab sich keine Blöße
Jürgen Melzer steht in der zweiten Runde von Wimbledon, wo es gegen Troicki geht. Topstar Roger Federer stand mit einem Bein im Aus.

Foto © APASchlagkräftig auch auf Rasen. Jürgen Melzer in Wimbledon
Die schwierigsten Partien sind bekanntlich immer die ersten. Umso erfreulicher ist es, wenn man den Auftakt zu einem positiven Abschluss bringt. Besonders dann, wenn man als haushoher Favorit in die Partie geht und daher eigentlich nur verlieren kann. Von dieser Tatsache können sowohl Jürgen Melzer als auch Roger Federer ein Liedchen singen.
Nach seinem sensationellen Halbfinaleinzug in Paris musste Melzer zum Auftakt von Wimbledon gegen den unberechenbaren Dustin Brown bestehen. Und der Niederösterreicher, der an der Church Road als Nummer 16 gereiht ist, gab sich auch keine Blöße und wies den Jamaikaner mit 6:3, 4:6, 6:2, 6:3 in die Schranken. Nur im zweiten Durchgang zeigte der 29-Jährige eine kurze Konzentrationsschwäche, doch war der Sieg des Junioren-Champions von 1999 nie gefährdet. "Im zweiten Satz hatte ich mit seinem unkonventionellen Stil etwas Mühe, aber ich denke, dass ich als verdienter Sieger vom Platz gegangen bin."
In der zweiten Runde, die am Mittwoch in Szene geht, wartet auf Melzer nun Viktor Troicki (ATP-Nr. 42). Und die Vorzeichen stehen gut, hat der Österreicher den Serben in den zwei bisherigen Begegnungen doch jeweils knacken können. Melzer: "Mein Selbstvertrauen stimmt und ist speziell auf Rasen wichtig. Ich möchte von Runde zu Runde schauen. Meine Auslosung ist okay. Wenn ich mein bestes Tennis abrufe, kann ich zumindest die dritte Runde erreichen." Übersteht er auch diese, könnte es im Achtelfinale zum Duell mit Roger Federer kommen. Könnte! Denn so, wie sich der Schweizer bei seinem gestrigen Auftakt präsentierte, ist ein Durchmarsch des Titelverteidigers alles andere als selbstverständlich. Gegen den Kolumbianer Alejandro Falla lag den sechsfachen Triumphator auf dem "Heiligen Rasen" bereits mit 5:7, 4:6, 4:4 und 0:40 bei eigenem Aufschlag zurück, ehe er die Partie noch drehen konnte und mit 6:4, 7:6, 6:0 gewann. Federer, der damit sein erstes Auftakt-Aus bei einem Grand Slam seit 2003 im letzten Moment abwenden konnte, fabrizierte dabei ungewöhnlich viele Eigenfehler und profitierte vor allem von Fallas Angst vor dem Gewinnen.
Features
Muster mit Brunken
Thomas Muster wird bei seinem Comeback im Rahmen des Challenger-Turniers in Braunschweig ab 25. Juni im Doppel an der Seite des 20-jährigen deutschen Weltranglisten-580. Jaan-Frederik Brunken spielen. Der 42-jährige Ex-Weltranglistenerste tritt bei seinem ersten ATP-Turnier seit Mai 1999 an.













