Auf dem heiligen Rasen von Wimbledon
Der Rasen ist dieser Tage nicht nur dem Fußball, sondern vor allem den Tennisspielern heilig. Das Turnier in Wimbledon von A bis Z.

Foto © AP
Ist die Fußball-Weltmeisterschaft für alle Fans des runden Leders das Höchste der Gefühle, so steht Wimbledon als Saisonhighlight für alle Tennis-Liebhaber. Das Spektakel an der Church Road serviert heuer wieder nicht nur sündteure Erdbeeren mit Schlagobers, sondern auch Champagner-Tennis.
Zum Einstimmen auf die am Montag startenden "All England Championships" hier das Wimbledon-Alphabet:
A
A wie Aorangi-Picknick-Platz: Dieser ist auch als "Murray-Mountain" bekannt und bietet einen der besten Blicke auf die große Leinwand.
B
B wie Ballbuben & -mädchen: Insgesamt 700 Jugendliche sind heuer im Einsatz.
C
C wie Centre-Court: Erst seit dem Turnier im vergangenen Jahr überdacht, bietet er 15.000 Zuschauern Platz.
D
D wie Doppelfehler: Weil auf Rasen beim Service mehr riskiert wird, gibt's automatisch auch mehr von ihnen.
E
E wie elektronische Anzeige: Auf den Plätzen 14 bis 17 wurden neue installiert, andere wiederum durch Video-Boards ersetzt.
F
F wie Finale: 2009 siegte Roger Federer im Endspiel-Thriller gegen Andy Roddick erst im fünften Satz mit 16:14.
G
G wie Gras: Auch "heiliger Rasen" genannt. Der einzige Grand Slam auf diesem Belag. Lediglich die "Australien Open" spielte man bis 1987 auf Rasen.
H
H wie Hawk Eye: Das elektronische Auge ist gerade auf Rasen unentbehrlich.
I
I wie iPhone-App: Damit kriegt man alle Wimbledon-News direkt aufs Handy.
J
J wie Junioren: Im Jahr 1999 konnte sich Jürgen Melzer zum ersten österreichischen Wimbledon-Sieger krönen.
K
K wie Kontrolle: Die Angst vor Anschlägen ist allgegenwertig. Bei den Eingängen werden die Fans penibel kontrolliert.
L
L wie Länge: Die ideale Länge der Grashalme in Wimbledon beträgt acht Millimeter.
M
M wie Melzer, Jürgen: Der heurige Paris-Halbfinalist ist Österreichs größte Hoffnung, er selbst hat das Achtelfinale als Ziel.
N
N wie neue Bälle: Die gibt's in Wimbledon nach jedem neunten Game.
O
O wie Obers: Der (Schlag-) Obers garniert beim Turnier die traditionellen Erdbeeren.
P
P wie Pflicht: In Wimbledon ist es für die Spieler ein Muss, weiße Kleidung zu tragen.
Q
Q wie Qual: Das Anstehen um Tickets kann zu einer solchen werden. Die Briten lieben es.
R
R wie Regen: Das Nass vom Himmel hat in Wimbledon Tradition, wird wohl auch heuer wieder für stundenlange Unterbrechungen und Verschiebungen sorgen.
S
S wie Service: Obwohl der Belag verlangsamt wurde, spielt der Aufschlag nach wie vor eine entscheidende Rolle.
T
T wie Titelverteidiger: Die heißen heuer Roger Federer und Serena Williams.
U
U wie Underdog: Können Außenseiter in Wimbledon überraschen? Eher nein, am ehesten noch Spieler mit einem "Raketenaufschlag".
V
V wie Venus-Rosewater-Schüssel: Das ist jener Teller, der für die Siegerin im Damen-Bewerb (siehe Bild) bereitliegt.
W
W wie Wildcard: In Wimbledon natürlich großteils britischen Spielern vorbehalten.
X
X wie X-Large: Der größte Spieler, der auch die meisten Asse schlägt, ist der Kroate Ivo Karlovic mit 2,08 Meter.
Y
Y wie "You can't be serious!": Ein legendärer Ruf von "Zornbinkel" John McEnroe zum Schiedsrichter - "Das kann nicht ihr Ernst sein!"
Z
Z wie Zaster: Den gibt's zuhauf. Die Rekorddotation beläuft sich dieses Jahr auf 16,4 Millionen Euro. Die beiden Sieger kassieren je eine Million Pfund, 1,134 Millionen Euro.













