Federer und Nadal sehen French-Open-Bedeutung unterschiedlich
Ein bisschen Ballyhoo auf hohem Niveau muss wenige Tage vor Beginn der French Open in Paris wohl sein.

Foto © ReutersFederer mit Nadal
Titelverteidiger Roger Federer spielte seine Niederlage im Finale des Masters-1000-Turniers in Madrid gegen Rafael Nadal eher herunter und stellte klar, dass die Bewertung seiner Sandplatz-Saison ganz vom Abschneiden in Paris abhängig wäre. Dies gilt nach Meinung des Schweizers auch für Nadal, doch der Spanier sieht dies anders. Kein Wunder, denn Nadal kommt mit einer sensationellen Bilanz zum zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Nicht nur, dass er mit noch nicht einmal 24 bereits Allzeit-Leader der zweithöchsten Turnierkategorie ist (bisher 18 Titel der Masters-1000-Serie) - mit drei Turniersiegen in Monte Carlo, Rom und Madrid kommt er bestens aufgewärmt in die Seine-Stadt.
"Rafas und meine Sandplatz-Saison werden bei den French Open entschieden und nicht vorher", sagte der 28-jährige Federer unmissverständlich. "Das ist so unglücklicherweise - oder zum Glück - so. Wenn wir alle Turniere vorher wie Rafa jetzt gewinnen und dann in der ersten Runde in Paris ausscheiden, wird alles hinterfragt", so der Eidgenosse. Nadal, der als erster Spieler überhaupt diesen Sandplatz-Hattrick im gleichen Jahr geschafft hat, war anderer Meinung. "Diese Meinung ist zu respektieren, aber ich teile sie nicht. Und zwar nicht, weil ich alle drei Masters-Turniere davor gewonnen habe, sondern weil ich denke, dass es unfair ist, dass die gesamte Sandplatz-Saison bei einem Turnier entschieden wird", sagte Nadal nach dem 6:4,7:6-Erfolg über den Weltranglisten-Ersten.
Federer hatte sich im Vorjahr seinen Traum vom Sieg in Paris erfüllt und danach auch auch noch seinen sechsten Titel in Wimbledon geholt. Nadal war in der vierten Paris-Runde auf dem Weg zum fünften Roland-Garros-Triumph en suite gegen den späteren Finalisten Robin Söderling ausgeschieden und musste danach wegen Knieproblemen eine Auszeit nehmen.













