Training statt Chelsea-Match: Marach setzt Prioritäten
Oliver Marach zog eine Trainingssession der Einladung zu einem Chelsea-Match vor. Aus gutem Grund: Montagabend steigt der Steirer mit Kubot gegen Dlouhy/Paes Start ins "ATP World Tour Finale" ein.

Foto © APAFür Marach geht es in London um viel Geld und viele Punkte
Der Steirer Oliver Marach hat am Samstag eine Einladung zum englischen Fußball-Premier-League-Match Chelsea gegen die Stefan-Maierhofer-Truppe Wolverhampton (4:0) sausen lassen. Der 29-Jährige absolvierte in seiner Vorbereitung auf das Londoner "ATP World Tour Finale" lieber mit seinem polnischen Doppelpartner Lukasz Kubot eine Trainingseinheit auf dem Center Court in der O2-Arena. Zum Auftakt geht es am Montag um 20.00 Uhr erstmals gegen Lukas Dlouhy/Leander Paes (CZE/IND).
"Ein leichtes Kribbeln ist schon zu spüren, aber es ist nicht so schlimm", sagte Marach einen Tag vor seinem Premierenauftritt im Konzert der Großen zu seiner Gefühlslage. "Im Training läuft es sehr gut. Wir haben uns in den vergangenen Tagen schon recht gut auf die Verhältnisse in der riesigen Arena eingestellt." Gegen Dlouhy/Paes erwartet der ÖTV-Profi ein interessantes Match. "Sie können unmenschlich gut spielen. Aber es gibt auch Matches, in denen sie wackeln."
Schafft Marach größten Erfolg?
Die weiteren Gruppengegner sind die US-Brüder Bob und Mike Bryan sowie Max Mirnyi und Andy Ram (BLR/ISR). Für Marach geht es um seinen bisher größten sportlichen Erfolg sowie um viel Preisgeld. Schon für die Qualifikation erhielten Kubot/Marach gut 43.000 Euro. Jeder Gruppensieg wird mit mehr als 15.000 Euro honoriert. Die Turniersieger erhalten mehr als 84.000 Euro. Sollte ein Duo ohne Niederlage bleiben, bekäme es knapp 194.000 Euro sowie 1.500 Zähler für die Weltrangliste.
Ausgezahlt hat sich der London-Trip für Marach aber schon vor seinem ersten Service, allein wegen der sonstigen Erlebnisse. "Ich habe in den ersten Tagen hier in London schon viele neue Erfahrungen sammeln können. Die Präsentation der Spieler, bei der nicht weniger als 50 Fotografen anwesend waren, war ein tolles Erlebnis", meinte der Grazer. Auch im Spielerhotel Marriott mitten in der Londoner City fühlt sich der Steirer pudelwohl. "Ich sehe von meinem Zimmer aus den Big Ben und den Buckingham Palace. Ein atemberaubender Anblick!"













