Drogengeständnis von Andre Agassi

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Andre Agassis Drogengeständnis erschüttert den Tennis-Sport. Der 2006 abgetretene US-Star und Ehemann der Deutschen Steffi Graf hat nach eigenen Angaben während seiner schlimmsten sportlichen Krise 1997 das Aufputschmittel Crystal Meth (Methamphetamin) zu sich genommen. Nur ein lügenreicher und schamloser Brief an die ATP verhinderte damals eine Dopingsperre.
Dies geht aus einem Auszug aus der Autobiografie des 39-Jährigen hervor, aus der die britische Zeitung "The Times" am Mittwoch zitierte. Sein Buch "Open" wird am 9. November in den USA erscheinen.
Der Gewinner von acht Grand-Slam-Titeln, der 1996 in Atlanta Olympiasieger war und mit dem US-Team auch den Davis Cup holte, war Ende 1997 in der Weltrangliste auf Position 141 abgestürzt. Damals habe ihm sein Assistent "Slim" die Droge angeboten, deren Besitz in den USA mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden kann. Agassi gestand, den Stoff geschnupft zu haben.
Im Herbst 1997 habe ihn ein für die ATP tätiger Arzt angerufen und über einen positiven Dopingtest informiert. Ein paar Tage später habe er in einem Brief an die ATP-Verantwortlichen gelogen. "Ich habe gesagt, ich habe vor kurzem aus Versehen einen Drink mit Schuss meines Freundes Slim getrunken und dabei unabsichtlich seine Drogen zu mir genommen." Er bat um Verständnis und um Gnade. Die ATP entschied sich damals gegen eine Sperre.
Die ATP verteidigt nun die Geheimhaltung des positiven Dopingtests. "Das Anti-Doping-Programm besagt, dass ein unabhängiges Gremium entscheidet, ob die Anti-Doping-Bestimmungen verletzt worden sind. Die ATP hat diese Regel immer respektiert und hat nicht die Kraft und Mittel, selbst zu entschieden", teilte die ATP in einer Pressemitteilung mit.
Von seinem Vater soll Agassi das Aufputschmittel Exedrin und die synthetische Droge Speed erhalten haben. "Vor jedem Spiel gibt er mir Exedrin, weil da jede Menge Koffein drin ist." Sein Bruder Philly habe ihn schließlich gewarnt, der Vater gebe ihm in Wahrheit noch andere Drogen, nämlich Speed.
1998 kämpfte sich Agassi unter die ersten Zehn der Weltrangliste zurück, ehe er 1999 die French Open und US Open gewann und die Saison als Nummer eins abschloss. Agassi, einst auch wegen seiner langen Haare und schrillen Mode aufgefallen, hat als einer von nur sechs Spielern die vier wichtigsten Turniere in Melbourne, Paris, London und New York gewonnen.













